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Saurer

Betriebsanleitung
D 290 BF 8x4

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Inhaltsverzeichnis:


Wartungspläne / Technische Daten / Zeichnungen und Schemen


Saurer Betriebsanleitung

Nutzfahrzeuge

SAURER D 290/330 BF 8x4 (Dreiseitenkipper)

Zur Beachtung

Eine sorgfältige Wartung des Fahrzeugs reduziert die Unterhaltskosten und sichert einen zuverlässigen Betrieb. Durch frühzeitiges Beheben selbst kleinster Störungen, lassen sich oft grössere Schäden vermeiden. Befolgen Sie daher die Anweisungen der Betriebsanleitung.

Unsere Abteilung Kundendienst erteilt Ihnen jederzeit gerne Auskunft und Ratschläge.
Saurer Tel. 071 46 91 11 (1982 Nummer nicht mehr in Betrieb)

In unseren Reparaturwerkstätten steht erfahrenes und gut ausgebildetes Personal zu Ihren Diensten. Ferner sind auch alle erforderlichen Einrichtungen und Hilfsinstrumente für Wartungs- und Instandstellungsarbeiten vorhanden.

Unser Ersatzteillager wird Sie jederzeit prompt und zuverlässig bedienen. Verwenden Sie nur Original Saurer Ersatzteile, die für ihre Qualität bürgen und bei ihrer Herstellung dauernd von Fortschritten der technischen Entwicklung profitieren.
Saurer Tel. 071 46 91 11 (1982 Nummer nicht mehr in Betrieb)

Anmerkung:
  1. Allgemeines
    Es ist bekannt, dass Fahrer keine Zeit «verschwenden» wollen, mit studenlangem Studium von Betriebsanleitungen. Die Praxis zeigt auch, dass meistens die verschiedenen Hebel und Schalter betätigt, oder Servicearbeiten ausgeführt werden, ohne sich vorher anhand des Buches zu vergewissern, was meistens zur Folge hat, dass dann doch etwas falsch ausgeführt und dadurch eventuell schon ein Schaden entstanden ist. Nachträglich muss dann doch nachgelesen und evtl. sogar repariert werden. Darum gönnen Sie sich unbedingt ein wenig Zeit, wenigstens die wichtigsten «Sachen» (namentlich Neuigkeiten, die Sie vom alten Fahrzeug her nicht kannten) nachzulesen. Später werden Sie dann sicher auch noch etwas Zeit finden, um sich mehr in die Materie zu vertiefen. Übrigens wird jeder Fahrer bei der Übernahme des Wagens eingehend instruiert. Scheuen Sie sich auch nicht irgend einem anderen Zeitpunkt weitere Instruktionen zu verlangen.
  2. Gebrauch der Betriebsanleitung
    Der Hauptteil der Anleitung bezieht sich auf das standardmässig ausgerüstete Fahrzeug. Als Register im Anhang sind die Betriebsanleitungen der verschiedenen Sonderausrüstungen (welche auf Wunsch, jedoch serienmässig eingebaut werden) untergebracht. Sonderausrüstungen sind zum Beispiel andere Getriebe , Nebenabtriebe, Standheizung, Tankwagen, Nachläuferachse, Telmabremse etc. Sollten Sie weitere spezielle Ausrüstungen, oder Aufbauten an Ihrem Fahrzeug haben so verlangen Sie auch für diese Betriebsanleitungen, denn es ist wichtig, dass auch diese Ausrüstungen vorschriftsgemäss bedient und gewartet werden, damit das Fahrzeug als ganzes immer einsatzbereit ist.
  3. Neuerungen
    Sie werden in der Betriebsanleitung auf Masseinheiten stossen, die dem neuen Masssystem SI entsprechen. Nachstehend die drei wichtigsten Einheiten, alt und neu:
bisher:neu:
Druck:atü, kp(cm2 etc.bar (1 atü = 0.981 bar)
Drehmoment:mkp, cmkp etc.Newtonmeter (Nm), 1 mkp = 9.8066 Nm
Leistung:mkp/sec, PS, HP etc.1 PS = 0.73550 kW (Kilowatt)

Reparaturwerkstätten (Original 1980 / 2005:)

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Nach dem Konkurs der Firma Saurer, hat die Firma Derendinger sämtliche Ersatzteile aufgekauft.

  • 9320 Arbon TG, AG Adolph Saurer, Stickereistrasse, 071 46 91 11, Saurer Nutzfahrzeuge AG, Renault-Vertretung, Stickereistr. 6, +41 71 446 77 11
  • 4052 Basel BS, AG Adolph Saurer, Birsstrasse 256, 06 41 43 80
  • 3018 Bern BE, AG Adolph Saurer, Ersatzteillager, 031 56 20 66 / 031 56 20 68, Nutzfahrzeugwerkstätte, (Fil. Mercedes-Benz Automobil AG), Freiburgstr. 335, +41 31 997 33 33
  • 3900 Brig VS, AG Adolph Saurer, Schinerstrasse, 028 23 58 91
  • 7001 Chur GR, AG Adolph Saurer, Ringstrasse 9, 081 22 73 66
  • 1007 Lausanne VD, Ateliers de réparations, 021 25 42 42
  • 1110 Morges VD, SA Adolphe Saurer, rue de Lausanne 53, 021 71 20 95
  • 4600 Olten SO, Berna AG, Industriestr. 211, 062 22 18 55 / 22 19 55
  • 1964 Sion VS, SA Adolphe Saurer, 1962 Pont-de-la-Morge, 027 36 15 95, Saurer SA
    agce Mercedes-Benz utilitaires, Unimog et EvoBus, rte des Peupliers 14, Magasin pièces détachées, +41 27 345 41 41, +41 27 34 41 43
    , www.garagesaurer.ch,
  • 8952 Schlieren, Saurer-Reparaturwerkstatt, Zürich, Brandstrasse 12, 01 730 24 64 / 730 24 65
  • 3700 Spiez BE, A. Saurer AG, Simmentalstr. 43, 033 54 60 55
  • 6943 Vezia-Lugano TI, Officina Riparazione Saurer, 091 56 44 41
  • 8004 Zürich, AG Adolph Saurer, Hohlstr. 295, Ersatzteillager, 01 52 88 44 / 01 54 18 66

Servicestellen (Original 1980 / 2005:)

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  • 3270 Aarberg BE, Automobilverkehr Aarberg, 032 82 26 66
  • 9556 Affeltrangen TG, Hans Stauffer, Talgarage, 073 45 12 45, Stauffer Hans AG, Talgarage Nutzfahrzeuge, Bollsteg 15, +41 71 917 12 45
  • 1860 Aigle VD, Garage Soutter SA, place, Pied-du-Bourg 9, 025 2 24 91, vente et réparation poids lourds et utilitaire agence Mercedes-Benz, pl. A.-Mex 9, +41 24 466 24 91, www.garage-soutter.ch
  • 1227 Carouge GE, Garage des Routiers Lendenmann SA, rue de la Fontenette 6, 022 42 02 55
  • 7505 Celerina GR, M. Ramponi, Autoelektroservice, 082 3 50 05
  • 2800 Delémont JU, Ets. Merçay SA, Garage, rue de la Maltière 20, 066 22 17 45
  • 8876 Filzbach GL, E. Niederer, Autobetrieb, 058 32 11 55
  • 2540 Grenchen SO, H. Vollenweider AG, Abt. Rep., Werkstätte für Lastwagen, Tunnelstrasse 29, 065 51 21 91
  • 4950 Huttwil BE, LAREP Garage, Willy Lanz, 063 4 29 22
  • 7130 Illanz GR, W. Fontana, mech. Autowerkst., 086 2 15 95
  • 3283 Kallnach BE, A. Reinhard, Lastwagen,Reparaturwerkstätte, 032 82 38 38
  • 2300 La Chaux-de-Fonds NE, Frédy Haag, Carrosserie de la Ruche, rue de la Ruche 20, 039 23 21 35
  • 6900 Lugano TI, F. lli Blanditi, Garage,via L. Lavizzari/via Landriani, 091 2 80 31
  • 6014 Littau, W. Grünenfelder, Lastwagen-Reparaturwerkstätte, Unterwilrain 16, 041 55 82 66
  • 3327 Lyssach BE, Viktor Lorenz, Lastwagen-Reparaturwerkstatt, 034 45 10 40
  • 1920 Martigny-Croix VS, l. Gay-Crosier, Garage des Dranses, 026 2 30 23
  • 9650 Nesslau SG, E. Altherr, Lastwagen-Reperaturerkstatt, 074 4 12 52
  • 9315 Neukirch-Egnach TG, Hans Näf AG, Reparaturwerkastatt für Schwerfahrzeuge, 071 66 17 17
  • 6017 Ruswil LU, Rottal AG, Automobil-Gesellschaft, 041 73 12 31
  • 6370 Stans NW, GOWA, Gottfried Waser AG, Autounternehmen, 041 61 17 17
  • 6423 Seewen SZ, K. + H. Kiener, Garage Riedmattli, 043 41 13 35
  • 2072 St-Blaise NE, RECAM SA, 038 33 67 55
  • 3600 Thun BE, Verkehrsbetriebe Steffisburg-Thun-Interlaken, 033 22 81 81
  • 7166 Trun GR, Mazzetta & Co. AG, Tödi-Garage, 086 8 11 47
  • 8482 Winterthur-Seuzach ZH, Garage Vetterli AG, Nutzfahrzeuge, 052 23 22 55
  • 1400 Yverdon VD, G. Jaggi, Garage, route de Lausanne 19, 024 21 88 7
  • 5620 Zufikon AG, Auto-Stutz AG, Zugerstr. 47, 057 5 33 18
  • 6301 Zug ZG, Zugerland Verkehrsbetriebe AG,Reparaturwerkstatt für Lastwagen, General-Guisan-Strasse, 042 21 37 20
  • 1724 Praroman Le Mouret FR, G. Kolly SA, Garage, 037 33 19 29
  • 1687 Vuisternens-devant-Romant FR, Ed. Gay SA, route de Lausane, 037 55 13 13

Ausland:

Österreich

  • A-4481 Asten, Fa. K. Vollgruber GmbH, Saurer Landesvertretung, Bahnofstr. 12, (07224) 8 49 00
  • A-6250 Breitenbach (Tirol), Fa. Hans Ascher, Saurer Landesbertretung, (05338) 3 11 11
  • A-6923 Lauterach (Vorarlberg), Fa. Leopold Schneider, Saurer Landesvertretung, Hardstr. 2, (05574) 32 03 05
  • A-8020 Graz, Gaber und Koren, Saurer-Servicestelle, Lagergasse 57a, (0316) 91 21 72
  • A-1210 Wien, LKW-Vertriebsgesellschaft m.b.H. Saurer-Landesvertretung, Scheydgasse 20, (0222) 30 16 86
  • A-5023 Salzburg, Fa. Bremsendienst-Eder, Saurer-Servicestelle, Linzer Bundesstrasse 22, (06222 7 82 43

Deutschland:

  • D-2000 Hamburg 28, Walther Tratz, Ausschläger-Allee 190, 789 22 44

Holland:

  • NL-Rotterdam, Vrachtwagen Garage, von Straten, Poolsvosweg 91, 010 50 88 00

Türkei:

  • Istanbul, M. Osman Kaymak, Büyükdere Cad. Hürriyet, Saurer Vertretung, Pasaji Nr. 3/14, 46 42 23/24/25/59

Kuwait:

  • Kuwait, Behbehani Motors Co., P.O. Box 4222, 8 19 574

Unites Arab Emirates:

  • Dubai / U.A.E., Bin Bishr Trading Co., P.O. Box 11082, 66 47 74

Saudi-Arabia:

  • Rijadh, Remal Trading & Contr. Est., P.O. Box 35, 62037
  • Al Khobar, National Factory, M. Mohandis P.O. Box 185, 42546


Fahrzeug (Fotos und Zeichnungen)

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Chassis / Kabine für verschiedene Aufbauten


Lastwagen



Abbildung des Motors

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D4KT-B Motor (rechte Seite)
D3KT-B Motor (rechte Seite)
D3KT-B / D4KT-B Motor (linke Seite)



Motor- und Chassis-Nr.

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Wichtige Angaben für Sie und für uns

Bitte Motor und Chassis Nr. bei Ersatzteilbestellungen immer angeben. Beachten Sie die Typenbezeichnung des Fahrzeugs und des eingebauten Motors: im D 290BF eingebaut D3KT-B, im D 330BF eingebaut D4KT-B

Motor-Nummer
Sie befindet sich auf der linken Motorseite, Höhe Wasserpumpe beim 1. Zylinder.


Motornummer / Chassis-Nummer



Chassis-Nr.
Sie befindet sich oben auf dem linken Chassislängsträger, überhalb der Vorderachse.



Typenschild
Beim Einstieg in die Kabine, auf der Fahrerseite angebracht.

Spezifische Daten für Ihr Fahrzeug

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Schreiben Sie hier die wichtigsten Daten und Bemerkungen über die Ausführung Ihres Wagentyps. Sie erleichtern sich die Arbeit bei allfälligen Fragen im Betrieb des Fahrzeugs.


Herstellungsjahr: 2.9.1982
Wagentyp: Saurer D 290 BF 8x4
Motortyp: D3KT-B
Getriebetyp:ZF-16 S 130
Hinterachsübersetzung:__
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Reifenmarke: Michelin
Pneudruck vorne: __bar
Radstand: __mm
Max. Achsbelastung Vorderachse (n): 7.1 t (2 x 8500 kg)
Gesamtgewicht: 18 t Nutzlast: 2.1 t
Brennstofftankinhalt: 300 l
Anhängehaken Typ: __
Verzögerungsbremse: __
Spezielles: Zugelassen als «Schweres Wohnmotorfahrzeug»


Übernahmedatum: 14.3.2005
Chassis-Nr.: 212 962
Motor-Nr.: 114 072
Anzahl Vordergänge: 8 (+8 Halbe)


Ply: __?
Pneudruck hinten: bar

Hinterachse (n): 26 t (2 x 13000 kg)
Satteldruck: __t
Wagen: LoGi
Fahrzeugausweis:
Fahrtenbuch: Fahrtenbuch LoGi

Bedienung / Fahrbetrieb

Fahrerkabine

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  1. Schraube für Lenkradverstellung
  2. Schalthebel mit Schaltventil
  3. Lufthahn für Differentialsperre
  4. Pumpe für Kaltstarthilfe (Start Pilote)
  5. Lufthahn für Aussenantrieb (Kipperpumpe)
  6. Pneumatischer Kipperhahn
  7. Motorbremsventil
  8. Entriegelungshebel für Frontklappensicherung



Beleuchtung / Warnblinkanlage und Lenkradverstellung

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Blinker, Lichthupe und Abblendung:
Blinker: bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel, mit Kontrolllampen für 2 oder 3 Blinklampen.
Lichthupe: bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel durch Anheben des Blinkerhebels.
Abblendung und Scheinwerfer: bei Stellung 2 des Kontaktschlüssels durch Anheben des Blinkhebels.


Warnblinkanlage: bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel durch einschalten des Kippschalters im Armaturenbrett. Der Gebrauch der Warnblinkanlage ist im Strassenverkehrsgesetz (CH) umschrieben.


Lenkradverstellung:

Durch lösen der Schraube auf der rechten Seite der Lenksäule kann die Lenkradposition individuell eingestellt werden. Das Lenkrad kann sowohl in der Höhe sowie in der Neigung verstellt werden. Nach der Einstellung die Aretierschraube wieder festziehen!


Armaturenbrett

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  1. Scheibenwischer Intervallschalter (Zugschalter, bitte nicht drehen)
  2. Kontrolllampe für Rundumleuchte
  3. Tachograph mit Drehzahlmesser
  4. Kontrolllampe für Motoröldruck / Kühlflüssigkeitstemperatur / und Druckluftvorrat der Federspeicheranlage
  5. Lenkkreis-Kontrolllampe
  6. Kombiinstrument
    1. Kontrolllampe für:
    2. beim ZF-16 S 130 für Schnellgang-Anzeige N/S
    3. Wandlerschalt-Kupplung WSK, wenn Überbrückungskupplung geöffnet (Wandlerbetrieb=Converter)
    4. bei Allison Automat, Öltemperatur zu hoch
    1. Kontrolllampe für:
    2. Retarder (elektrische oder hydraulische Verzögerungsbremse)
    3. Aufliegerbremse (Streckbremse)
  7. Reservekippschalter (evtl. für Brückenbeleuchtung oder Rückblickspiegelheizung)
  8. Kippschalter für Heizgebläse (zweistufig)
  9. Kippschalter für Armaturenbeleuchtung (zweistufig hell / dunkel)
  10. Kippschalter für Nebenantrieb mit elektropneumatischer Schaltung (auf Wunsch)
  11. Kippschalter für Tanküberfüllsicherung (nur bei Tankfahrzegen)
  12. Kippschalter für Rundumleuchte und Arbeitsscheinwerfer (auf Wunsch)
  13. Anlasszugschalter mit Überfüllung
  14. Lufthahn für Diffenentialsperren
  15. Handgas
  16. Frostschutzpumpe für Druckluftanlage
  17. Kontrolllampe für Druckluftvorrat im Vorder- und Hinterachskreis / Bremsflüssigkeitsstand / und Hauptbremszylinderhub
  18. Hinweis zu Alarmsignal Kühlwasserstand
  19. Umstellhahn für Anhängerkippen (nur bei Kipperfahrzeug)
  20. Kipperpumpenantrieb oder für andere Nebenantriebe
  21. Kipperhahn (nur bei Kipperfahrzeug)
  22. Pumpe für Kaltstarthilfe (Start-Pilot)
  23. Kontakt- und Lichtschalter
  24. Kippschalter für Warnblinkanlage
  25. Kippschalter für Scheibenwischer (ein/aus)
  26. Kippschalter für Scheibenwischer (schnell)
  27. Kippschalter für Scheibenwischanlage
  28. Kippschalter für Brennstoff-Vorratskontrolle Tank 1 / Tank 2
  29. Kippschalter Reserve
  30. Druckknopfverschluss zum Aufklappen des Armaturenbrettes

zurück zum Armaturenbrett


Kombiinstrument

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  1. Nebenantrieb Kontrolle (z.B. Kipperpumpe)
  2. Blinkerkontrolle für 3 Blinklampen (Zugwagen + Anhänger)
  3. Kühlwasserthermometer
  4. Scheinwerferkontrolllampe
  5. Brennstoffmessuhr
  6. Kombimanometer: Vorrat Bremsdruck Hinterachskreis (weisser Zeiger), Vorrat Bremsdruck im Vorderachskreis (roter Zeiger)
  7. Warnblinker Kontrolllampe
  8. Motorölmeter
  9. Blinkerkontrolle für 2 Blinklampen (Zugwagen)
  10. Differentialsperre Kontrolllampe
  11. Lichtmaschine Ladekontrolllampe

Kontaktschlüssel und Lichtschalter

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Kontakt
Standlicht
Nebellampen
Abblendung
Scheinwerfer

zurück zum Armaturenbrett (25. Kontakt- und Lichtschalter)


Fahrtschreiber

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Genaue Anleitung siehe Kienzle Vorschrift.
Fahrer 1, Fahrer 2:


Ruhezeit

Präsenzzeit

Fahrzeit

Motorumdrehungszähler

siehe auch Motordrehzahl
Bei Tachographen mit Motordrehzahlmesser ist ein Motorumdrehungszähler eingebaut. Das Zählwerk registriert fortlaufend alle Motorumdrehungen. Die angezeigte Zahl muss noch mit tausend multipliziert werden, um die vom Motor effektiv gemachten Umdrehungen zu erhalten. Das Zählwerk zeigt somit nicht nur das «Alter» des Motors an, sondern wird bei einigen Anwendungen (wie z.B. Komunalfahrzeugen etc.) auch dazu verwendet, die Wartungsintervalle, d.h. hauptsächlich den Motorölwechselintervall festzulegen. Näheres dazu finden sie unter Wartungsarbeiten.

zurück zum Armaturenbrett (3. Tachograph mit Drehzahlmesser)

Umstellhahn Tank 1 / Tank 2 (auf Wunsch)

Fahrzeuge, die mit 2 Brennstofftanks ausgerüstet sind, haben seitlich am Chassis einen Umstellhahn montiert, welcher den Tank 1 oder 2 für den Motor zuschaltet. Mit dem Kontrollschalter auf dem Armaturenbrett, kann der Vorrat in den beide Tanks einzeln kontrolliert werden. Achten Sie darauf, dass frühzeitig genug umgeschaltet wird, (der Brennstofftank soll nicht leergefahren werden) und dass dabei der Umstellhahn bis zum Anschlag gedreht wird.

zurück zum Armaturenbrett (30. Kippschalter für Brennstoff-Vorratskontrolle Tank 1 / Tank 2)


Wichtige Warnvorrichtungen

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Nebst den allgemeinen zu beachtenden Instrumenten sind im Führerstand Warnvorrichtungen (optische und akustische) angebracht, welche wichtige Schutzfunktionen haben und daher den Fahrer zu besonderer Aufmerksamkeit zwingen.

Kombinierte rote Warnlampen für:

Akkustischer Summer für:

Alle Warnvorrichtungen schützen das Fahrzeug vor Schäden, wenn nach dem Wahrnehmen die Fahrt so rasch wie möglich unterbrochen wird. Vor einer Weiterfahrt muss der Mangel oder die Störung unbedingt behoben werden.
Die Warnvorrichtungen sind zum Teil miteinander kombiniert. so dass bei einer allfälligen Warnung zuerst kontrolliert werden muss, welche Störung oder welcher Mangel effektiv eingetreten ist.


Die kombinierte Warnlampe:

Die Warnlampe leuchtet bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel, wenn nicht genügend Motoröldruck vorhanden ist, wenn die Kühlwassertemperatur zu hoch ist oder wenn nicht genügend Druckluft für das vollständige Lösen der Federpeicher-Zylinder vorhanden ist.
Beim Aufleuchten kontrolliere man zuerst die Kühlwassertemperatur (muss weniger als 94° C sein) und vergleiche den Motoröldruck bei laufendem Motor (etwas erhöhte Drehzahl), welcher bei minimum 3 bar liegen muss. Sind diese beiden Kontrollen positiv, so liegt die Störung beim Federspeichersystem, das heisst, es ist nicht genügend Lösedruck (weniger als 5.5 bar) für das vollständige Lösen der Zylinder vorhanden.

Das weitere Vorgehen beschreiben die folgenden Punkte:

Anzeige leuchtet bei laufendem Motor:
1. mögliche Ursache: Motor nicht genügend Motorölschmierdruck!

Lassen Sie den Motor kurz weiterlaufen, und lesen Sie das Öldruckmanometer ab. (der Druck muss bei etwas erhöhter Drehzahl auf min. 3 bar sein).
Stellen Sie bei niedrigerem Öldruck den Motor sofort ab, und kontrollieren Sie den Ölstand. Fahren Sie nie mit ungenügendem Öldruck weiter, sondern benachrichtigen Sie eine Saurer-Werkstatt.

2. mögliche Ursache: Kühlwassertemperatur zu hoch! (über 94°C)
Lesen Sie das Kühlwasserthermometer ab. Lassen Sie den Motor einige Minuten weiterlaufen und warten Sie, bis das Thermometer absinkt und somit die Lampe auslöscht. Suchen Sie nach der Ursache der Überhitzung: Kühlerwaben verstopft, zu wenig Wasser im Kühlsystem, Keilriemen zu Kühlwasserpumpen-Antrieb defekt, Thermostat (en) defekt ect.

3. mögliche Ursache: Nicht genügend Vorratsdruck für das Lösen der Federspeicherzylinder vorhanden! Massnahme: Nicht weiterfahren oder wegfahren. Kontrollieren Sie am Bremsdruckmanometer, ob noch genügend Druck (min.5,5 bar) vorhanden ist. Erst danach kann als Notlösung das Natlöseventil für die Handbremse betätigt werden, welches Vorratsdruck vom Hinterachskreis in das Federspeichersystem strömen lässt, bis die Lampe auslöscht, und somit die Federspeicherzylinder gelöst werden (siehe auch Kapitel Federspeicher Handbremse).

Achtung: Die kombinierte Warnlampe und der akustische Warner (siehe Kühlflüssigkeitsstands-Überwachung) haben eine gemeinsame elektrische Schmelzsicherung und funktionieren daher natürlich nur, wenn diese intakt ist. Ein allfälliger Defekt der Sicherung würde sich zeigen, indem die Warnlampe bei abgestelltem Motor und eingeschaltetem Kontaktschlüssel nicht mehr leuchten würde.

Überwachung der Bremsanlage

A) Doppelmanometer:

Was signalisiert das Doppelmanometer?
Z.B. am Morgen bei der Inbetriebnahme des Fahrzeuges ist evtl. der Druckluftvorrat im Vorderachs- oder Hinterachsbremskreis, resp. in beider zu niedrig. Lassen Sie den Motor laufen, bis der Druck auf dem Doppelmanometer (roter Zeiger Vorderachs-, weisser Zeiger Hinterachsbremskreis) auf min. 5,5 bar angestiegen ist.

Fahren Sei nicht weg, resp. nicht weiter, wenn das Doppelmanometer einen Druckmangel anzeigt, sondern lassen Sie den Motor laufen bis genügend Druckluft vorhanden ist, resp. es muss die undichte Stelle ausfindig gemacht werden.

B) Warnlampe für Druckluftvorrat (19) im Vorder- und Hinterachsbremskreis

Für Bremsflüssigkeitsstand und Überschreitung des normalen Bremshubs am Hauptbremszylinder:
Leuchtet die Warnlampe bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel, so kann folgende Störung resp. Mangel die Ursache sein:
1. Der Druckluftvorrat im Vorder- oder Hinterachsbremskreis resp. in beiden ist zu niedrig (weniger als 5,5 bar).
Massnahme: Lassen Sie den Motor laufen oder füllen Sie das Bremssystem durch den Fremdspeiseanschluss bis das Doppelmanometer min. 5,5 bar anzeigt. Danach wird die Warnlampe löschen.

Achtung: Fahren Sie nicht weg, resp. nicht weiter, wenn die Druckwarnlampe einen Druckluftmangel anzeigt.

2. Die Lampe leuchtet, dann wird der Kontaktschlüssel abgezogen. Sie erlischt und leuchtet beim erneuten Kontakt einschalten wieder auf, so bedeutet das, dass nicht genügend Bremsflüssigkeit vorhanden ist.

Massnahme: Füllen Sei Bremsflüssigkeit SAE 1703 b (ATE, LOCKHEED oder ASEOL ) nach. Lassen Sie den Grund des Flüssigkeitsverlustes in einer SAURER- Werkstätte feststellen. (siehe auch unter Wartung der Bremsanlage)

3 = Schwimmer, der das Flüssigkeitsniveau überwacht. Als Funktionskontrolle für die Kontrolllampe kann die verlängerte Schwimmerachse beim Bremsflüssigkeitsbehälter (Pfeil), nach unten gedrückt werden. Dabei muss die Lampe bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel leuchten. Wenn nicht, muss die elektr. Schmelzsicherung geprüft werden.
4 = Kontaktgeber für Bremszylinderhub.
3. Die Lampe leuchtet, erlischt beim Abziehen des Kontaktschlüssels und leuchtet nach dem Einschalten des Kontaktschlüssels erst wieder, wenn die Fussbremse betätigt wird. Das bedeutet, dass der Hauptbremszylinder (Vorderachsbremse) seinen normalen Betätigungsweg überschritten und somit eine Störung am hydraulischen Vorderachsbremskreis vorliegt.

Massnahme: Informieren Sie die nächste SAURER- Werkstätte.

Achtung! Die erwähnten Warnvorrichtungen überwachen die Bremsanlage des Fahrzeuges. Schenken Sei ihnen die nötige Beachtung. Eine Weiterfahrt nur mit einem funktionierenden Bremskreis bis zur nächsten SAURER- Werkstätte ist möglich, soll aber besonders langsam und vorsichtig erfolgen.

Kühlflüssigkeitsstands-Überwachung

Wenn das akustische Signal in der Kabine z.B. zeitweise, oder konstant ertönt, dann ist nicht genügend Kühlwasser vorhanden.

Massnahme: Kühlwasser, resp. Frostschutzgemisch nachfüllen. (Beachten Sie dabei, dass nie kalte Flüssigkeit unmittelbar in das heisse Kühlsystem eingefüllt wird). Lassen Sie eventuelle Undichtheiten im Kühlsystem beheben.

1 Elektronik- Relais
2 Akustisches Signal (in der Kabine)
3 Kühlflüssigkeitsstands- Fühler im Vorratsbehälter

Hinweis: Beim jeweiligen Einschalten des Kontaktschlüssels ertönt das akustische Signal kurzzeitig (ca. 2-3 Sek.) auf und zeigt Ihnen damit die Funktionstüchtigkeit der Überwachung an. Sollte das Signal beim Einschalten des Kontaktschlüssels ausbleiben, so liegt ein Defekt an der Kühlflüssigkeitsstands- Überwachung vor, der unbedingt vor der Fahrt behoben werden muss.

Kontrolllampe für die Servolenkung


Diese Lampe (5) überwacht den hydraulischen Druck der beiden Lenkölpumpen. Eine Pumpe wird vom Motor angetrieben, und eine zweite (die Notlaufpumpe) von der ersten Hinterachse bei fahrendem Fahrzeug. Die Lampe leuchtet bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel auf, sobald eine der beiden Pumpen nicht genügend Druck erzeugt. (Das Fahrzeug ist mit zwei Pumpenkreisen ausgerüstet, damit die Servounterstützung aus Sicherheitsgründen in keinem Fall ausfällt).

  1. In den folgenden Fällen ist die Lenkhydraulik in Ordnung, trotz leuchtender Warnlampe:
    1. Motor und Fahrzeug stehen still
    2. Motor läuft, Fahrzeug steht still, dabei muss sie jedoch beim Wegfahren nach ca. 3- bis 4m Fahrt auslöschen.
    3. Bei Rückwärtsfahrt
  2. Im folgenden Fall liegt eine Störung am einen oder andern Lenkölkreis vor, wenn die Lampe leuchtet:
    1. Leuchtet bei laufendem Motor und fahrendem Fahrzeug.
Um zu prüfen, welcher von beiden Kreisen eine Störung hat, muss das Fahrzeug angehalten werden. Nun wird mit etwas erhöhter Leerlaufdrehzahl die Lenkung links und rechts eingeschlagen. Eine Störung an der motorseitig angetriebenen Pumpe würde sich im Fehlen der nötigen Servounterstützung bemerkbar machen. Andernfalls liegt die Störung am Notlaufsystem vor.

In jedem der beiden Fälle soll eine SAURER- Werkstatt informiert werden.

Heizung – Lüftung

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Die Warmwasserheizung ist am Kühlwasserkreislauf des Motors angeschlossen. Frischluft und Warmluft können gut dosiert werden. Dazu kann auch das Heizgebläse zugeschaltet werden. Die Wirkung der Heizung wird erhöht, wenn immer ein Ausstellflügel geöffnet wird.

D Defrosterdüsen (drehbar)
1 Frischluftklappe
2 Warmwasserhebel
3 Fussraumhebel
4 Defrosterhebel
Z Stellung zu
O Stellung offen

Klimatisation




Heizgebläseschalter 2-stufig

Folgende Klimatisationen sind möglich:
  1. Heizung und Lüftung ausgeschaltet:
    Hebel 2,3,4 auf Z (zu), Frischluftklappe1 geschlossen, Heizgebläse abgeschaltet.
  2. Frischluftzufuhr:
    Warmwasserhahn 2 auf Stellung Z (zu), Frischluftklappe 1 offen, plus evtl. Fussraumhebel und Defrosterhebel offen. plus evtl. Heizgebläse eingeschaltet.
  3. Warmluftzufuhr (Heizen und Defrosten)
    Warmwasserhebel 2 in Stellung O (offen). Frischluftklappe 1 geschlossen, Fussraum- und Defrosterhebel nach Belieben, evtl. plus Heizgebläse.

Die Dachlucke



Die Dachluke dient ausschliesslich der Frischluftzufuhr. Sie kann in drei verschiedenen Stellungen offen gehalten werden.

Sitzverstellung und Liegebett

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Fahrersitz mit Federung:
  1. Neigung der Rücklehne
  2. Höhenverstellung + Neigung
  3. Distanz zum Lenkrad
  4. Anpassung der Sitzfederung an das Fahrergewicht(auf Wunsch auch als Beifahrersitz eingebaut, dazu als Extra mit Kopfstütze).


Beifahrersitz:
  1. Neigung der Rücklehne
  2. Höhenverstellung + Neigung
  3. Distanz zur Windschutzscheibe
  4. Verstellung der Armlehnenposition (Auf Wunsch mit Kopfstütze)
Wunschausführung:
Normalkabine mit einem Liegebett oder Schlafkabine mit zwei Liegebett oder zwei Liegebetten.

Fahren und Einfahren

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Vorbereitung zur Fahrt:

Ihr SAURER Fahrzeug ist mit den modernsten Sicherheitselementen ausgerüstet. Vergessen Sie trotzdem nie, dass Sie als Fahrer, der wichtigste Sicherheitsfaktor im heutigen Strassenverkehr sind!
Kontrollieren Sie daher vor jeder Fahrt die Verkehrssicherheit Ihres Wagens, bevor Sie sich mit dem schweren «Brummer» in welchem bei hohen Geschwindigkeiten fast unermesslich Energie enthalten ist, auf die Strasse begeben!

Prüfen Sie möglichst vor jeder Tagesfahrt:
Motorölstand, Kühlwasserstand, Brennstoffvorrat, Bremsdruckvorrat, Reifendruck, Scheibendusche-Vorrat

Die richtige Funktion von:
Fussbremse, Handbremse, Anhängerbremse, Beleuchtungsanlage, Signalhorn

Die richtige Einstellung von:
Fahrersitz, Rückblickspiegel, Tachograph

Anlassen des Motors:

Handbremse anziehen, Schalthebel in Neutralstellung, (bei Wagen mit automatischem Getriebe funktioniert der Anlasser nur in dieser Stellung), auskuppeln, Kontaktschlüssel hineindrücken, leicht Gas geben und den Anlasszugschalter soweit herausziehen, bis der Motor zu drehen beginnt (1.Stufe des Anlasszugschalters). Bei einem eventuellen schlechten Start darf der Anlasser höchstens zehn Sekunden ununterbrochen betätigt werden, nachher ist jeweils eine Pause von zirka einer Minute einzuschalten.
Anlasser erst wieder betätigen, wenn der Motor ganz still steht.


Anlassen im Normalbetrieb:

Keine besonderen Massnahmen. Gas geben nach Notwendigkeit. Sofort nach dem Anlaufen Gaspedal in Leerlaufstellung lassen. Motoröldruck beachten.

Anlass bei Kälte:

Dazu stehen Ihnen 2 Hilfsmittel zur Verfügung, welche Sie einzeln, oder gleichzeitig benützen können:

1. Die Überfüllung:
Die Brennstoffüberfüllung wird elektrisch mit einem Anlasserschalter gesteuert. Ein Elektromagnet gibt die Überfüllung frei, wenn vor und während dem Anlassen Vollgas gegeben wird und dazu der Anlasszugschalter ganz herausgezogen wird (Stellung 2, Anlassen plus Überfüllung). Das Ausschalten erfolgt automatisch, beim Loslassen des Anlassers und des Gaspedals.
0 = Ruhestellung
1 = Anlassen
2 = Anlassen plus Überfüllung

2. Anlassbrennstoff:
siehe auch Brennstoffschema

Bei sehr tiefen Temperaturen kann als weiteres Hilfsmittel mit der Handpumpe in der Fahrerkabine Anlassbrennstoff in das Saugrohr des Motors eingespritzt werden.

Start- Pilot:
Start-Pilot betriebsbereit machen: Anlasskraftstoff in den Behälter einfüllen. Deckel für Anlasskraftstoff- Behälter öffnen. Schutzkappe er Füllflasche abnehmen und Füllflasche mit dem Ventil auf das Füllventil des Behälters drücken. Anlasskraftstoff bis zur Maximalmarke am Behälter einfüllen. Behälter schliessen und Schutzkappe auf die Füllflasche drücken.

Der Anlassvorgang erfolgt wie üblich (Gaspedal durchtreten). Anlasserknopf ziehen und gleichzeitig Start-Pilot betätigen (im Rhythmus von ca. 1 Hub pro Sekunde) bis der Motor angesprungen ist.



Nie bei stehendem oder laufendem Motor einspritzen!
  1. Nachfüllpatrone F (in Saurer- Werkstätte oder Zubehörläden erhältlich)
  2. Vorratsbehälter
  3. Einfüllhöhe MAX
Der Anlassbrennstoff ist stark feuergefährlich und sollte nicht längere Zeit Temperaturen über +50°C ausgesetzt sein. Deshalb während der warmen Jahreszeit Füllflasche aus dem Fahrzeug entfernen, kühl lagern und vor Feuer schützen.

  1. Handförderpumpe (fördert nur Luft)
  2. Vorratsbehälter
  3. Verteilerdüse im Ansaugrohr des Motors

Fahren

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Nicht wegfahren, bevor genügend Bremsdruck vorhanden ist. Druckluftvorrat im Vorder- und Hinterachsbremskreis mindestens 5,5 bar. (Warnlampe für Druckluftvorrat im Vorder- und Hinterachsbremskreis muss erloschen sein.)

Niemals den Motor sofort auf hohe Drehzahlen bringen!
Bei niedriger Belastung und mittleren Drehzahlen wegfahren und die volle Motorleistung erst nützen, wenn die Kühlwassertemperatur normal, d.h. 70-80°C erreicht hat. Fahren Sie nach den empfohlenen Drehzahlen, welche im Kapitel Motordrehzahl angegeben sind.
Vermeiden Sie eine brüske Fahrweise. Mässige Beschleunigung und sorgfältiges Abbremsen schonen die ganze Mechanik und sparen Betriebskosten. Benützen Sie die Motorbremse resp. zusätzliche Verzögerungsbremse häufig.

Beachten Sie von Zeit zu Zeit die Instrumente und schenken Sie einer allfälligen Störungsanzeige sofort die nötige Beachtung!

Motor nicht überdrehen!
Die Geschwindigkeit bergabwärts, darf im Maximum so gross sein, wie die maximal erreichbare Geschwindigkeit im entsprechenden Gang in der Ebene.

Abstellen des Motors:

Stellen Sie den heissen Motor nie sofort ab. Lassen Sie ihn noch 1-2 Minuten weiterlaufen. Die aufgespeicherte Wärme würde sonst im Motor einen sogenannten Hitzeschock hervorrufen, und es würden dadurch Hitzeschäden am Motor und namentlich am Turbolader entstehen. Vermeiden Sie aber gleichzeitig ein unnötig langes Laufen lassen des Motors im Leerlauf. Den Motor nicht durch Gasgeben vor dem Abstellen hochdrehen.

Das Abstellen geschieht mit der Motorbremse.
Bei Fahrzeugen mit automatischem Getriebe, muss der Wählhebel der Getriebeschaltung für das Abstellen, vorgängig in die Neutralstellung gebracht werden.

Das Einfahren

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Jedes neue Fahrzeug oder revidierte Aggregat erfordert eine Einfahrzeit. Schonen Sie das Fahrzeug deshalb während den ersten 5000km besonders, indem nach Möglichkeit kein Anhänger mitgeführt wird und nur ganz kurzzeitig mit Vollast gefahren wird. So fleissig wie möglich schalten. Beachten Sie die Instrumente während der Einfahrzeit besonders gut. Die Fussbremse soll nur mässig beansprucht werden bis die Bremsbeläge eingelaufen sind.

Das sorgfältige Einfahren ergibt einen störungsfreien Betrieb und ein grosse Lebensdauer.

Spezielles während der Einfahrperiode

Prüfen Sie den Motorölstand vor jeder längeren Fahrt. Ein erhöter Ölverbrauch während der Einfahrzeit ist normal. Er wird sich nachher auf ein normales Mass einstellen.

Führen Sie den ersten Ölwechsel durch, wenn der Ölstand gegen die Marke MIN kommt. Wechseln Sie das Öl spätestens nach den ersten 1000 km oder 30 Betriebsstunden.

Verwenden Sie für die D3KT-B/D4KT-B Turboladermotoren nur Motorenöle die den Spezifikationen im Kapitel Betriebsstoffe entsprechen.

Vergessen Sie nicht, die Radmuttern nach der ersten längeren Fahrt alle im Kreis herum nochmals nachzuziehen.

Zögern Sie nicht bei irgendwelchen Unklarheiten oder eventuellen Störungen eine SAURER-Werkstätte zu informieren.

A Leerlaufdrehzahl (ca. 500 U/min)
B Maximale Drehmoment = max. Zugkraft, bei 1100 U/min
C Günstigster Fahrbereich 1100 - 1700 U/min
D Nendrehzahl (Drehzahl die der Motor ohne Last erreicht = 2200 U/min
E Überdrehzahlbereich, darf nicht erreicht werden

Motordrehzahl

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Da die Fahrzeuge mit einem Drehzahlmesser ausgerüstet sind, lässt sich die Fahrweise mit diesem leicht kontrollieren.

Die D3KT-B / D4KT-B Motoren dürfen die Drehzahl 2200 U/min nie überschreiten!

Namentliche ist Vorsicht bei Talfahrten angebracht. Beim Befahren von Steigungen ist stets spätestens in den nächst niedrigen Gang zu schalten, wenn die Motordrehzahl auf 1100 U/min abgesunken ist.

Als Regel gilt auch: Die maximal erreichbare Geschwindigkeit in einem Gang in der Ebene darf im gleichen Gang bei Talfahrt nicht überschritten werden.

Die max. zulässigen Geschwindigkeiten in den einzelnen Gängen können im Abschnitt «Technische Daten» nachgelesen werden, wobei die entsprechende Hinterachsübersetzung zu berücksichtigen ist.

Getriebeschaltung

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Aufbau und Ausführung

Das ZF-16 S 130 Getriebe besteht:

  1. aus einem sperrsynchronisierten Viergang-Getriebeteil mit einem klauengeschalteten Rückwärtsgang, und
  2. einer sperrsynchronisierten, nachgeschalteten Bereichsgruppe in Planetenbauweise, und
  3. einer sperrsynchronisierten, intergrierten, vorgeschalteten Splitgruppe.

Schaltbetätigung

Die Schaltbetätigung des Viergangteiles mit R.-Gang und der nachgeschalteten Bereichsgruppe erfolgt mechanisch über eine Doppel-H-Schaltung. Bei dieser Schaltung ist jedem der 8 Vorwärtsgänge und dem R.-Gang eine eigene Stellung im Schaltbild zugeordnet. Die Umschaltung der Bereichsgruppe geschieht pneumatisch, und zwar selbsttätig beim Wechsel der Gasse 3/4 in 5/6 bzw. 5/6 in 3/4. Eine einwandfreie Orientierung des Schalthebels, d.h. ein sicheres Auffinden der einzelnen Gassen, ist bei dieser Schaltung durch unterschiedlich stark ausgeführte Feder-Rastierungen gewährleistet. In Neutralstellung wird der Schalthebel in der langsamen Bereichsgruppe (Viergangteil 1. bis 4. Gang) in der Gasse 3/4 und in der schnellen Bereichsgruppe (5. bis 8. Gang) in der Gasse 5/6 gehalten.
Dadurch muss der Schalthebel nur noch beim Wählen der Gasse 1/2 und 7/8 «geführt» werden.

Die Gassen 3/4 und 5/6 sind duch eine stärkere Feder-Rasterung getrennt. Bei diesem Gassenwechsel ist deshalb ein kurzer Schlag mit der Handfläche gegen den Schalthebel erforderlich. Während des Wechsels erfolgt die selbsttätige Umschaltung der Bereichsgruppe. Das Schalten vom 4. im den 5. bzw. vom 5 in den 4. Gang ist trotzdem zügig, d.h. ohne Verzögerung vorzunehmen, damit keine zu grossen Drehzahldifferenzen auftreten, die hohe Schaltkräfte erfordern.

Der Rückwärtsgang darf nur bei stillstehendem Fahrzeug eingelegt werden, da sonst eine Beschädigung der Schaltverzahnung möglich ist.
Das Steuerventil für die Gruppenschaltung besteht aus einem Schaltventil und einem im Getriebe intergrierten, doppel wirkenden Schaltzylinder.

Das Schaltventil wird durch die Drehwelle des Viergangteils gesteuert und gibt die Druckluft zum Schaltzylinder nur in der Neutralstellung frei.

Die Schaltbetätigung der intergrierten, vorgeschalteten Splitgruppe, mit der die 8 Vorwärts- und der Rückwärtsgang halbiert werden können, erfolgt ebenfalls pneumatisch, und zwar über das am Schalthebel angebrachte Vorsteuerventil. Zum Schalten der Splitgruppe muss lediglich das Vorsteuerventil betätigt (N oder S) und anschliessend das Kupplungspedal vollständig durchgetreten werden. Dabei wird über das Auslöseventil die Druckluft zum Schaltzylinder für die Splitgruppe freigegeben und die Umschaltung vollzogen. Der Aus- und Einkupplungsvorgang sollte dabei nicht zu schnell durchgeführt werden, damit das Umschalten der Splitgruppe nicht unterbrochen wird.
Um überflüssige Umschaltungen der Splitgruppe zu vermeiden, sollt das Vorsteuerventil erst unmittelbar vor dem Schaltvorgang betätigt werden.

Hinweis: Mit der Splitgruppe müssen nicht unbedingt alle 8 Gänge halbiert werden und somit sämtliche 16 Stufen der Reihe nach durchgaschalten werden. Das Schalten halber Stufen ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch z.B

Schalten der Gänge



Es gibt verschiedene Möglichkeiten das ZF-16 S 130 Getriebe zu schalten:
  • Normales Durchschalten des Viergangteiles und der Bereichsgruppe, dazu die Splitgruppe in der N- oder in der S-Stellung belassen.
  • Viergangteil, Bereichgruppe und Splitgruppe gemeinsam schalten, d.h. abwechslungsweise Normalgang/Schnellgang (N/S) und Gangwechsel mit dem Schalthebel
Beim Schalten nach dieser Art wird die Gangzahl des Viergangteile und der Bereichsgruppe verdoppelt und der gesamte Übersetzungsbereich in feine Gangabstufungen aufgegliedert.

Wenn alle Gänge der Reihe nach durchgeschaltet werden, lässt sich die Hälfte der Schaltungen nur durch Betätigen der Splitgruppe ausführen.

Also:
Leerlauf in 1. Gang: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung N, auskuppeln, im Viergang-Getriebeteil 1. Gang einschalten, einkuppeln
1. N in 1. S: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung S, auskuppeln, einkuppeln (Viergang-Getriebeteil bleibt im 1. Gang)
1. S in 2. N: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung N, auskuppeln, Viergang-Getriebeteil in den 2. Gang schalten, einkuppeln
2. N in 2. S: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung S, auskuppeln, einkuppeln (Viergang-Getriebeteil bleibt im 2. Gang) usw. bis in den 4. S schalten, dann:
4. S in 5. N: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung N, auskuppeln, vom Viergang-Getriebeteil in die schnelle Bereichsgruppe schalten (kurzer Schlag mit der Handfläche gegen den Schalthebel) und in den 5. Gang einlegen, einkuppeln.
Das weitere hochschalten der Gänge 5. N bis 8. S geschieht in der gleichen Weise wie im oben beschriebenen Viergang-Getriebeteil (1. Gang bis 4. S).
Das Zurückschalten der Gänge erfolgt in genau umgekehrter Reihenfolge wie das Aufwärteschalten.

Wichtig: Um bei Rückschaltungen die Hauptkupplung, den Motor und auch das Getriebe vor Überdrehzahlen zu schützen, ist darauf zu achten, dass keine Schaltfehler gemacht werden. Das heisst erst dann zurückschalten, wenn die Fahrgeschwindigkeit der maximalen Geschwindigkeit des nächst niedrigen Ganges entspricht.

Besonders ist darauf zu achten, dass bei ausrollendem Fahrzeug erst dann aus der Gasse 5/6 in 3/4 gewechselt wird, wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit der max. Geschwindigkeit des 4. Ganges entspricht. Diese Gassen dürfen nicht mutwillig gewechselt werden, da dies unnötige Umschaltungen der Bereichsgruppe auslöst.

Schalten des Rückwärtsganges:

Schalten Sie den Rückwärtsgang nur bei stillstehendem Fahrzeug ein. Warten Sie bei niedergetretenern Kupplungspedal einige Sekunden vor dem Einlegen des R.-Ganges. (Kratzen vermeiden!)
Das Zuschalten der Splitgruppe (Vorsteuerventil in Stellung S) kann während der Rückwärtsfahrt ausgeführt werden.

Also:
Leerlauf in R.-Gang: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung N, auskuppeln, im Viergang-Getriebeteil R.-Gang einschalten, einkuppeln.
RN in RS: Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung S, auskuppeln, einkuppeln (dabei kann der Schalthebel in seiner Stellung belassen werden).

Betätigung der Kupplung

Bei jedem Schaltvorgang muss das Kupplungspedal immer ganz durchgetreten werden. Wird die Kupplung nicht vollständig getrennt oder ihr Zustand ist nicht einwandfrei (sie kuppelt nicht vollständig aus und ein), treten Schaltschwierigkeiten auf. Ausserdem führt dies zu einem Verschleiss der Synchronisierungen und der Schaltverzahnungen.

Überprüfung der Kupplungsausrückung

Um die Standzeit und Funktionstüchtigkeit der Synchronisierungen zu garantieren, ist es unbedingt erforderlich, dass die Kupplung einwandfrei trennt. Dies kann wie folgt überprüft werden:
Motor im Leerlauf laufenlassen und Kupplung durchtreten. Nach ca. 10 - 12 Sek. langsam den R.-Gang einlegen. Sollte es dabei zum «Ratschen» der Schaltverzahnung (Streifgeräusch der Schaltklauen) kommen, so ist die Kupplung nachzustellen bzw. zu überprüfen.

Allgemeines

Beim Schalten der Synchrongetriebe ist zu beachten, dass bedingt durch die Konstruktion der ZF-Sperrsynchronisierung - sich die einzelnen Gänge erst einschalten lassen, wenn der Gleichlauf der zu kuppelnden Teile vollzogen ist. Dabei ist wichtig, dass der Schalthebel immer gleichmässig durchgedrückt wird, bis der Gang eingeschaltet ist.

Überwachung



Über die Kontrollampe am Armaturenbrett wird dem Fahrer angezeigt ob er den Normalgang oder den Schnellgang der Splitgruppe geschaltet hat. Beim zuschalten des Schnellganges (Vorsteuerventil der Splitgruppe in Stellung S) leuchtet die Kontrollampe am Armaturenbrett (7) auf.

Differentialsperren

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Alle drei Differentiale (1. Hinterachse, Längstrieb zwischen 1. und 2. Hinterachse, und 2. Hinterachse) können gesperrt werden.
Schalten Sie die Sperren nur bei stillstehendem oder langsam fahrendem Fahrzeug ein.
Nie einschalten während dem einseitigen Durchdrehen eines Hinterrades. Immer auskuppeln und sorgfältig anfahren. Bei automatischem Getriebe nur bei langsamer Fahrt und Leerlaufdrehzahl des Motors einschalten.

Die Sperren sind für Gelände und weichen Boden ausgelegt. Nie kurvenfahren auf hartem Strassenbelag.

Schaltstellungen

0 Ausgeschaltet
1 Längstrieb zwischen den Achsen gesperrt
2 Längstrieb zwischen den Achsen und beide Achsdifferentiale gesperrt.

Die Kontrolllampe auf dem Armaturenbrett (16) zeigt an, wenn Stellung 1 oder 2 eingeschaltet ist (eine Kontrollampe für alle Sperren).

Versuchen Sie zuerst immer mit Stellung 1 (Längstrieb gesperrt) das Fahrzeug aus dem Gelände zu fahren. Erst wenn dies nicht gelingen sollte, auf Stellung 2 schalten.

Es ist jedoch vorteilhaft, bei schwierigen Bodenverhältnissen die Sperren frühzeitig genug vor einem kommenden Hindernis einzuschalten.

Ausschalten
Es ist vorteilhaft, zum Ausschalten die Kupplung zu betätigen. Beim automatischen Getriebe den Motor in Leerlaufdrehzahl bringen. Die Kontrollampe wird dann eventuell noch einen Moment weiterleuchten bis die Klauenkupplungen ganz ausgerückt sind. Das Befahren einer leichten S-Kurve beschleunigt das Ausschalten.
Sperren von Zeit zu Zeit bei längerem Nichtgebrauch als Funktionskontrolle ein- und ausschalten.

Bremsanlage / Überwachung

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Fussbremse
Die Fuss- oder Betriebsbremse ist eine Zweikreisbremse.

Vorderachskreis: (beide Vorderachsen)
Pneumatisch/hydraulisch betätigt

Hinterachskreis: (beide Hinterachsen)
Druckluftbetätigung mit automatischem lastabhängigem Bremskraftregler.

Handbremse
Die Handbremse ist als Federspeicherbremse ausgebildet und wirkt auf die Hinterachsen. (1. Hinterachse, 2 Federspeicherzylinder, 2. Hinterachse, 1 Federspeicherzylinder). Sie steuert gleichzeitig auch die Anhängerbremse.

Verschleisslose Bremse
a) Auspuffstaudruck Motorbremse
b) Telma-Elektrobremse (auf Wunsch)
c) Fahrzeuge mit WSK (Wandlerschaltkupplung) oder Allison-Automatic-Getriebe haben an der Stelle der Telmabremse eine eingebaute Strömungsbremse (Retarder).

Anhängerbremse: (auf Wunsch)
Indirekte Zweileiterbremse

Überwachung

Druckluft:
Doppelmanometer für den Druckluftvorrat in beiden Bremskreisen. Warnlampe leuchtet bei ungenügendem Druck im Vorder- oder Hinterachsbremskreis.

Bremsflüssigkeit / Hauptzylinderhub:
Es leuchtet eine Warnlampe in der Fahrerkabine, wenn nicht genügend Bremsflüssigkeit im Vorratäbehälter ist, oder wenn der normale Bremszylinderhub überschritten wird.

Handbremse:
Eine rote Kontrollampe leuchtet auf, wenn nicht genügend Vorratsdruck (min 5.5 bar) fur das vollständige Lösen der Federspeicherzylinder vorhanden ist.

Bremseinstellung
Die Nachstellung der Vorder- und Hinterradbremsen einschliesslich Federspeicherbremse erfolgt automatisch.


Federspeicher Handbremse

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Die Bremszylinder der Antriebsräder sind als kombinierte Fuss- und Handbremszylinder (Membran- und Federspeicher- Zylinder) ausgebildet.
Keine Druckluft im Federspeicher: Hinterachsbremsen angezogen.
Druckluft im Federspeicher: (min. 5.5 bar) Hinterachsbremsen gelöst.
Die Federspeicher-Zylinder arbeiten unabhängig von den Fussbremszylindern.

Bestätigung
Ein stufenloses Bandbremsventil seitlich vom Fahrersitz betätigt die Federspeicher.

Kontrolle, Überwachung
Die rote Kontrollampe auf dem Armaturenbrett leuchtet auf und zeigt damit an, dass der Vorratsdruck der Nebenbetriebe (Vorbehälter) nicht ausreicht (weniger als 5.5 bar), um die Federspeicherzylinder vollständig zu lösen.

Fahren Sie daher nie, bevor die Lampe auslöscht!

Die Hinterachsbremsen würden dadurch Schaden nehmen durch Überhitzung.

Die Federspeicherzylinder gehen bei einem Druckluftverlust im Vorbehälter durch die Federkraft automatisch in Bremsstellung. Mit zwei verschiedenen Notlösevorrichtungen können die Federspeicher gelöst werden wenn dies mit dem Handbremsventil nicht mehr möglich ist.

1. Pneumatische Notlösung

Sollte aus irgendeinem Grund im Vorbehälter keine Druckluft für das normale Lösen der Federspeicher mehr vorhanden sein, so kann mit Hilfe des Notlöseventils, welches sich neben dem Fahrersitz befindet, Druckluft aus dem Hinterachsbremskreis bezogen werden. Zu diesem Zweck muss das Handbremsventil auf Fahrt (Handbremse gelöst) gestellt werden und anschliessend mit dem Daumen so lange auf das Notlöseventil gedrückt werden, bis bei eingeschaltetem Kontaktschlüssel und laufendem Motor die Handbrems-Kontrollampe auslöscht.

Notlöseventil (Kräftig mit dem Daumen drücken)

Bei einem eventuell später erneuten Aufleuchten der Kontrollampe muss wieder etwas Luft nachgegeben werden.

Diese Methode ist angezeigt, um das Fahrzeug im Notfall verschieben zu können, schliesst aber eine Kontrolle der Federspeicheranlage nicht aus.

2. Mechanische Notlösung

Sollte aus irgendeinem Grund auf dem Fahrzeug überhaupt keine Druckluft vorhanden sein, so können die Federspeicher direkt mechanisch gelöst werden.

Achtung: Diese Methode bedarf besonderer Vorsicht. Sie ist nur für eine Verschiebung des Fahrzeugs im Notfall anzuwenden (benützen Sie dazu immer eine Abschleppstange).



Vorgehen beim Lösen:
(Bei Westinghouse Zylindern)
1. Das Fahrzeug vor dem Wegrollen mit Unterlegkeil sichern.
2. Bremszylinder Abschlussdeckel wegschrauben.
3. Schiebegriff Verlängerung und Steckschlüsselnuss 19 mm (Wagenwerkzeug Nr.15, 20 und 18 zusammenstecken und im Gegenuhrzeigersinn drehen, bis die Löseschraube entlastet ist. Sie wird dann ca. 42 mm vorstehen. Verwenden Sie notfalls etwas Rostlösemittel für das Schraubengewinde. Lösen in Pfeilrichtung.
4. Achtung: Das Fahrzeug verfügt in diesem Zustand aber über keine Bremsmöglichkeit mehr!
5. Nach erfolgter Instandstellung kann der Federspeicherzylinder wieder in Funktion gesetzt werden, indem die Schraube im Uhrzeigersinn gedreht und wieder fest angezogen wird. Dazu kann als Erleichterung das Handbremsventil auf «Handbremse gelöst» gestellt werden, wenn vorgängig die Anlage wieder mit Druckluft gefüllt wurde. Es ist auch empfehlenswert das Gewinde der Schraube vor dem Einschrauben zu fetten.

Achtung: Lassen Sie einen defekten Federspeicher-Zylinder nur von einem Fachmann reparieren. Ein unsachgemässes Zerlegen könnte durch die enorme Federkraft schwerwiegende Folgen verursachen.

Motorbremse

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Motorbremsventil
Die Motorbremse ist eine sogenannte verschleisslose Auspuffstaubremse und dient zum Verzögern des Fahrzeugs. Die Betätigung erfolgt mit dem pneumatischen Fussventil durch den linken Fuss des Fahrers.

Benützen Sie die Motorbremse häufig!

Sie schonen dadurch die Betriebsbremse und sparen gleichzeitig Brennstoff.

Beachten Sie jedoch besonders bei schlechten Bodenverhältnissen (Schnee, Glatteis etc.), dass beim Betätigen der Motorbremse die Antriebsräder blockieren können.
Folgen dadurch: Schleudern des Fahrzeugs, Ausknicken bei Sattelschleppern etc. Benützen Sie bei den erwähnten Verhältnissen mit Vorteil die Fussbremse anstelle der Motorbremse, welche besser dosierbar ist und die Bremskräfte gleichmässiger auf den Boden verteilt.

Die Motorbremse kann auch zusammen mit der hydraulischen, oder elektrischen Verzögerungsbremse eingeschaltet werden (wenn eine solche eingebaut ist).
Die Motorbremse dient auch zum Abstellen des Motors, da ein Druckluftzylinder beim Betätigen die Einspritzpumpe auf Nullförderung stellt.

Auflieger Streckventil

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(Auf Wunsch im Auflieger-Fahrzeurg eingebaut).
Wenn es die Strassen- oder Verkehrsverhältnisse erfordern, kann der Aufliegerzug «gestreckt» werden, indem das Ventil im Uhrzeigersinn betätigt wird und damit eine Teilbremsung der Aufliegerachsen allein einleitet. Eine Warnlampe auf dem Armaturenbrett zeigt das Einschalten der Streckbremse an.

Die Streckbremse soll nicht als Dauerbremse missbraucht werden, d.h. die Aufliegerbremsen würden sonst überhitzt.

Nach dem Ausschalten soll der Bedienungshebel des Ventils bis zum Anschlag Aus betätigt werden.

Auflieger leer / Lastventil



Nach jedem Auf- oder Abladen des Aufliegers muss das Ventil in die entsprechende Position gestellt werden. Fahren Sie mit dem Aufliegerzug nie weg, bevor das Ventil korrekt eingestellt wurde!

Positionen
  1. Auflieger leer
  2. Auflieger halb beladen
  3. Auflieger voll beladen
  4. Auflieger kann «von Hand» verschoben werden (bei abgesatteltem Fahrzeug)

Nebenantrieb

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Das Zuschalten und damit der Antrieb eines Nebenaggregates, wie z.B. die Hydraulikpumpe für das Kipperfahrzeug etc. erfolgt beim «normalen» (kupplungsabhängigem Nebenantrieb) mittels eines Druckluftzylinders, welcher eine Klauenkupplung betätigt. Ein- und Ausschalten erfolgt mit dem Drucklufthahn am Armaturenbrett.
Bei eingeschaltetem Nebenantrieb leuchtet die Kontrollampe im Kombiinstrument.



Bedienung
  1. Hinweis: Bei pneumatischer Schaltbetätigung der Nebenantriebe ist darauf zu achten, dass bei längerem Stillsetzen des Fahrzeuges (z.B. über Nacht) der Nebenantrieb ausgeschaltet werden muss. Da erfahrungsgemäss bei ruhendem Fahrzeug der Luftdruck in der Anlage abfällt, wird dadurch die Klauenkupplung über die im Schaltzylinder eingebaute Druckfeder ausgerückt. Sobald der Luftdruck nach Inbetriebsetzung des Motors wieder ansteigt, erfolgt auch wieder ein selbsttätiges Einrücken der Klauenkupplung. Dies hat bei laufendem Motor eine Beschädigung der Schaltverzahnung und dadurch einen vorzeitigen Ausfall des Nebenantriebes zur Folge.
  2. Ein- resp. Ausschalten beim ZF-16 S 130 und 4S-150 GP mit WSK 400:
    Fahrzeug anhalten, auskuppeln, Schalthebel in Leerlaufstellung bringen, einige Sek. warten, Schalthahn einschalten und anschliessend langsam einkuppeln. Jetzt dreht der Nebenantrieb in Abhängigkeit der Motordrehzahl je nach Ausführung und Typ schneller oder langsamer als der Motor. Beim Ausschalten auskuppeln und Schalthahn ausschalten
  3. Ein- resp. Ausschalten beim Allison Automat:
    Fahrzeug anhalten, Motor im Leerlauf drehen lassen. Schalthebel in eine beliebige Fahrstufe stellen (z.B. D) und Sclialthahn einschalten, Schalthebel in die Neutralposition (N) stellen, wodurch das Nebenaggregat zu drehen beginnt. Die Drehzahl des Nebenantriebes ist von der Motordrehzahl abhängig.
    Das Fahrzeug kann bei eingeschaltetem Nebenantrieb in jeder Fahrstufe gefahren werden. Zum Ausschalten Fahrzeug anhalten, Motor im Leerlauf drehen lassen und den Schalthahn ausschalten.
  4. Nebenantrieb bei Fuller Getriebe siehe unter Sonderausrüstung im Anhang.
  5. Bedienung des motorabhängigen Nebenantriebes ZF siehe unter Sonderausrüstung im Anhang.

Kipperbetätigung

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Der Kipperpumpenantrieb


Die Kipperpumpe wird vom Hauptgetriebe angetrieben. Ein- und Ausschalten erfolgt pneumatisch.
Ein- und Ausschalten
Die Betätigung des Nebenantriebes ist für die verschiedenen Getriebetypen unterschiedlich. Sehen Sie deshalb im Kapitel Nebenantrieb des entsprechenden Getriebes nach, wie das Ein- und Ausschalten vor sich geht.

Das Kipperventil


Das Ventil hat 3 Stellungen und ist pneumatisch.
1 Aufkippen: Das Ventil ist geöffnet für den Druck zur Kippsäule.
0 Haltestellung: Das Ventil ist geschlossen, die Kippbrücke bleibt stehen.
2 Absenken: Das Ventil ist geöffnet, die Kippbrücke senkt sich.

Das Ventil muss aus Sicherheitsgründen nach dem Gebrauch des Kippers, d.h. während der Fahrt, immer auf Position 2 stehen.
Die Steckbolzen (beim 3-Seitenkipper)
Die gewünschte Kipprichtung wird mit der Position der beiden Steckbolzen erreicht. Sie sind mit verschiedenen dicken Bolzen ausgerüstet, so dass sie nicht übers Kreuz gesteckt werden können. Es ist aber darauf zu achten, dass sie nie beide gleichzeitig direkt hinter der Kabinenrückwand gesteckt werden.

Der Kippölbehälter

(3-Seitenbehälter) Der Ölstand ist korrekt, wenn das Öl im Schauglas (4) bei gedenkter Kippbrücke sichtbar ist.
Kontrolle: bei jedem Motorölwechsel
Ölwechsel: jährlich

Bei Arbeiten unter der Kippbrücke ist aus Sicherheotsgründen immer die Sicherheitsstütze zu unterstellen.

  1. Behälterentlüftung (stets sauber halten)
  2. Öleinfüllstutzen mit Filtersieb
  3. Überdruckventil 255 bar
  4. 4 Schauglas (Ölstandskontrolle)
  5. Pneumatisch/hydraulisches Kipperventil mit Schmiernippel
  6. Ablasszapfen

Das Kippen des Anhängers

(auf Wunsch)

Nachdem der Verschlussdeckel am Anschluss weggenommen ist, wird die Kippleitung des Anhängers angeschlossen. Bei Nichtgebrauch den Verschlussdeckel montieren. Achten Sie darauf, dass kein Schmutz in die Leitung gelangt!

Umstellhahn

(auf Wunsch)

Nachdem die Anhängerkippleitung angeschlossen ist, muss der Umstellhahn auf Position Anhängerkipper gestellt werden. Nun erfolgt das Kippen und Senken der Anhängerkippbrücke sinngemäss wie beim Zugwagen. Für die Fahrt muss der Umstellhahn immer auf Position Motorwagenkippen gestellt werden.

Arbeiten unter der gekippten Brücke

Arbeiten Sie nie unter der Brücke, ohne die mitgelieferte Stütze wie auf dem Bild gezeigt, zu unterstellen! Beachten Sie von Zeit zu Zeit auch den Zustand des Begrenzungsdrahtseiles (1), welches das hydraulische Hubbegrenzungsventil (2) betätigt, und verhindert, dass die Kippersäule aus dem Kugelbolzenlager ausreissen kann.

Achtung: Das Hubbegrenzungsventil soll ansprechen bevor die Kipperpresse ganz ausgefahren ist.

Lassen Sie nötigenfalls das Seil auswechseln oder einstellen.

Rückladenentriegelung

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Bedienung
Die automatische Rückladenentriegelung gibt, nachdem die Kippbrücke ca. 15° gekippt wurde, das Hakenpaar frei und öffnet somit den Rückladen selbsttätig.
Die automatische Entriegelung kann mit Hilfe eines kleinen Hebels (1), welcher auf dem Bild sichtbar ist, abgeschaltet werden damit, je nach Gebrauch der Rückladen auch bei gekippter Ladebrücke geschlossen bleibt, oder nach Belieben von Hand geöffnet werden kann.

Achtung: Das automatische Öffnen des Rückladens ist als Entriegelung konstruiert. Vielfach schliesst sie auch den Rückladen nach dem Absenken der Kippbrücke. Eine Verriegelung des Rückladens ist aber wegen evtl. eingeklemmten Kippmaterial oder aus anderen Gründen nicht garantiert. Der Fahrer muss sich daher aus Sicherheitsgründen nach jedem Öffnen des Rückladens selbst versichern, dass die Verriegelung eingerastet ist!

Je nach Transportgut soll das Fahrzeug, beim Rückwärtskippen etwas vorgezogen werden, damit der Rückladen nicht auf dem bereits abgeladenen Material aufsteht und so beschädigt wird.

Unterhalt
Bei der Schmierung des Fahrzeiges müssen auch die Schmiernippel der Rückladen geschmiert werden. Zusätzlich benötigen die verschiedenen Gabelköpfe und Bolzen einige Tropfen Öl.
Einstellen der Rückladenentriegelung
Bei dieser Kontruktion muss das Mass Y = 0.5 mm betragen. Es ist unabhängig von der Belastung. Allfällige Korrekturen können an der Gewindestange 1 durchgeführt werden.

Wichtig: Kontrollieren Sie die Einstellung des Gestänges je nach Einsatz des Fahrzeugs in periodischen Abständen. Sie erhöhen dadurch die Funktionssicherheit und die Lebensdauer der automatischen Rückladenentriegelung.

Fahrzeug im Gelände

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Die Hinterachsen sind gelenkig gelagert und nehmen die Lasten gleichmässig auf.
Ladebrücke gleichmässig und nur bis zur zulässigen Nutzlast beladen!
Kippen nur auf fester und waagrechter Unterlage! (Achtung hohe Schwerpunktslage!)

Befahren von Reifenreinigungsbühnen

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Reinigen der Reifen auf Reinigungsbühnen
Inhalt nicht vollständig!

Abschleppen

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Zum Ziehen des Fahrzeugs dient die Zugöse in der vorderen Chassistraverse. Nur mit Schleppstange abschleppen.
Dazu wird die mitgelieferte Zugöse in die Öffnung der vordersten Chassistraverse eingesteckt. Versichern Sie sich, dass genügend Druckluft (mindestens 5.5 bar) für das vollständige Lösen der Federspeicherzylinder vorhanden ist. Schalten Sie den Kontaktschlüssel ein, damit die Kombiwarnlampe einen allfälligen Druckabfall anzeigen kann.

Die Servolenkung ist mit zwei Pumpen ausgestattet, wovon eine vom Fahrzeugmotor, und die andere von der ersten Hinterachse (wenn das Fahrzeug rollt) angetrieben wird. Die hydraulische Unterstützung der Lenkung ist für das Abschleppen unbedingt erforderlich. Beim Abschleppen mit stillstehendem Motor genügt die Funktion der Notlenkpumpe. Für das Abschleppen gilt:; eine der beiden Pumpen muss in jedem Fall arbeiten, sonst soll das Fahrzeug nicht auf den eigenen Rädern verschoben werden.

Die Abschleppvorschriften richten sich auch nach dem eingebauten Getriebe. Beachten Sie daher:
  • ZF-16 S 130 Getriebe:
    Dieses Getriebe ist mit einer eigenen Schmierölpumpe ausgerüstet, welche durch die Getriebewelle angetrieben wird. Dadurch entfällt natürlich die Schmierung, wenn bei abgestelltem Fahrzeugmotor abgeschleppt wird. Beim Abschleppen mit stillstehendem Motor ist daher folgendes zu beachten:
  1. Beim Abschleppen bis ca. 10 km Schleppentfernung ist der Schalthebel in der oberen Bereichsgruppe (5. bis 8. Gang) in der Leerlaufstellung zu schalten, also in der Mitte der 5./6.-Gang-Schaltgasse.

    Wichtig! Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die schnelle Bereichsgruppe auch tatsächlich geschaltet ist.
    Nach einer Schleppstrecke von 5 km muss kurzzeitig der 8. Gang eingelegt und gleichzeitig die Kupplung ausgerückt werden, damit die Schmierung der Losräder auf der Hauptwelle gewährleistet ist. Die Schleppgeschwindigkeit sollte nicht mehr als 40 km/ betragen.

    Bei blockierter Kupplung bzw. wenn sich die obere Bereichsgruppe nicht mehr einlegen lässt, ist es erforderlich die Kardanwelle oder die Seitenwellen zu demontieren.

  2. Beim Abschleppen über 10 km Schleppentfernung ist es erforderlich die Kardanwelle oder die Seitenwellen zu demontieren.

    ZF-Wanderschaltkupplung WSK 400 mit 150 GP gleich wie das oben beschriebene 16 S 130 Getriebe

  3. Das Anschleppen für den Start des Motors, ist dank dem eingebauten Freilauf auch mit einer Wandlerschaltkupplung (WSK 400) möglich, und gleich durchzuführen wie bei einem normalen Schaltgetriebe.
  • Fuller RTO 12513 Getriebe und Allison Automatic Getriebe
    Da die Schmierung des Getriebes bei stillstehendem Motor nicht gewährleistet ist, müssen die Kardanwelle oder die Seitenwellen in jedem Fall ausgebaut werden!
  • Mit dem Allison Getriebe kann das Fahrzeug nicht angeschleppt werden.

Hinterachse

Bei Schäden an der Hinterachse, sind die Seitenwellen beidseitig zu demontieren. Dazu vorgängig das Öl der Planetennaben in ein geeignetes Gefäss ablassen. Nachher die Abschlussdeckel der Planetenaben demontieren und die Seitenwellen von Hand herausziehen. Evtl. abgebrochene Wellenstücke können mit einem Rundeisenstab, durchmesser ca. 16 mm, durch das Differential hindurch, herausgeschlagen werden. Anschlissend für die Schleppfahrt die Abschlussdeckel wieder montieren. Öl wieder einfüllen.

Ist ein Wellenschaden an einer Hinterachse eingetreten, so kann mit der intakten anderen Hinterachse in die nächste Saurer-Werkstatt gefahren werden, wenn vorgängig die Differentialsperre auf Stellung 1 (Längstrieb gesperrt) geschalten wird.

Im weiteren sind die Vorschriften über das Abschleppen des Strassenverkehrsgesetzes zu beachten.

Wartung und Pflege

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Im folgenden Abschnitt sind die einzelnen Wartungsstellen beschrieben und in einer Zusammenstellung die Fälligkeitstermine aufgeführt.

Ebenso können Sie alle notwendigen und empfohlenen Betriebsmittel und die entsprechenden Füllmengen nachlesen.



Verwenden Sie nur die empfohlenen Betriebsmittel, und fragen Sie uns in Spezialfällen an. Unser Kundendienst gibt Ihnen gerne Auskunft.

Pflegen Sie Ihr Fahrzeug, es lohnt sich in jeder Beziehung
- tägliche Kontrollen
- periodisch Unterhaltsarbeiten gemäss Plan durchführen
- nur die empfohlenen Betriebsstoffe verwenden
- die vorgeschriebene Nutzlast nicht überschreiten

Zugang zum Motor und Kontrollstellen

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Frontklappe öffnen
Sicherheitshebel in der Kabine (linke Bildhälfte) ziehen. Dadurch wird die Frontklappe entriegelt und kann nach dem Anheben mit der Arretierstange (rechte Bildhälfte) fixiert werden.

Schliessen:
Arretierstange ausklinken, Klappe absenken, gegen das Fahrzeug drücken und Verriegelung einschnappen lassen.

Ausrüstung unter der Frontklappe

  1. Bremsflüssigkeitsbehälter für Kupplungsbetätigung (entfällt bei Allison-Getriebe)
  2. Frostschutzbehälter für Druckluftanlage
  3. Vorratsbehälter für Start Pilote Anlassbrennstoff
  4. Scheibenwascher-Pumpe
  5. Verschlusshebel für Kippkabine
  6. Start Pilote Nachfüllpatrone
  7. Scheibenwaschbehälter
  8. Öleinfüllstutzen und Ölmessstab
  9. Luftfilterindikator

Kabine kippen und senken

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Beachten Sie dazu auch das an der Kabinentüre angebrachte Hinweisschild über das Kabinenkippen.

Das Kippen der Kabine

  1. Handbremse anziehen, Schalthebel in Neutralstellung
  2. Lose Gegenstände in der Kabine sichern
  3. Türen schliessen
  4. Beachten, dass vor und überhalb der Kabine genügend Platz für das Kippen vorhanden ist
  5. Frontklappe öffnen
  6. Sicherungsbügel ganz nach vorne ziehen. (Dadurch wird gleichzeitig die Motorraumbeleuchtung eingeschalten)
  7. Seitlicher Verschlusshebel nach oben drücken und Kabine anheben bis die Arretierstange einrastet.
 

Das Senken der Kabine

Vorsicht, dass sich keine anderen Personen im Kippbereich der Kabine befinden!
  1. Schalthebel in Neutralstellung
  2. Arretierstange während dem Hochdrücken der Kabine etwas anheben und während dem Absenken über den Stellbolzen führen
  3. Kabine am Haltegriff anfassen und mit Schwung in die Verschlüsse einschnappen lassen
  4. Sicherheitsbügel unter der Frontklappe nach hinten drücken und Frontklappe schliessen. (Der Sicherheitsbügel würde auch automatisch nach hinten gedrückt beim Schliessen der Frontklappe.) Die Kabine ist dadurch zweifach gesichert, und ein ungewolltes Kippen kann daher nicht eintreten.

Einstellung der Kippkraft

Die Vorspannung des Federdrehstabes kann durch eine Regulierschraube so eingestellt werden, dass das Aufkippen und Absenken mit geringen Handkräften vor sich geht. Nachstellung wie folgt vornehmen:

Kippkraft vergrössern: Mutter B einige Umgänge lösen, Mutter A nachziehen

Kippkraft verringern: Umgekehrter Vorgang. Am Schluss beide Muttern gut kontern.

Kontrolle der Kippkabinenverriegelung

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Aus Sicherheitsgründen muss die Verriegelung der Kabine regelmässig (bei jedem Motorölwechsel) gemäss nachfolgenden Angaben überprüft werden. Die Kontrolle muss auch erfolgen, wenn irgendwelche Richtarbeiten oder Reparaturen im Bereich der Kabinenaufhängung gemacht wurden.

Verriegelung an Kabinenrückwand
  1. Beachten Sie, ob der Verriegelungsbolzen bei abgesenkter Kabine min. 8-11 mm in die Konussupporte eingreifen. Schauen Sie dabei schräg von unten in die Supporte links und rechts hinein. Als zusätzliche Kontrolle muss auch das Tragbild am Support und Verriegelungsbolzen bei gekippter Kabine geprüft werden. Der sichtbare Eingriff soll ebenfalls 8-11 mm betragen.
/
  1. Bei gekippter und entriegelter Kabine muss das Vorstehmass der Verriegelungsbolzen gemessen werden. Es soll 5-7 mm betragen. Nun wird mittels einem Schraubendreher durch einen Schlag von Hand in die Konusöffnung die Verriegelung ausgelöst, sodass die Verriegelungsbolzen ausgefahren werden. Die nächste Kontrolle besteht nun darin, dass man den Kabinenöffnungshebel ganz langsam nach oben drückt, und dabei beobachtet, ob sich beide Verriegelungsbolzen gleichzeitig öffnen. Das Klicken muss praktisch gleichzeitig erfolgen.
Längsverriegelung
  1. Kontrolle, ob die Sicherheitsstange genügend weit in die Haltelasche am Chassis hineinragt, da diese als zusätzliche Sicherheit die Kabine vor einem ungewollten Kippen sichert. Dazu wird bei gesenkter Kabine der Sicherungsbügel unter der Frontklappe ganz hineingedrückt. Die Nute muss nun mindestens 10 mm herausragen.
  2. Kontrolle auf leichtgängigen Lauf der Längsverriegelungsstange. Beachten Sie, dass der Sicherungsbügel durch die Federkraft spielfrei nach hinten gedrückt wird.
Wichtig:
Sollte sich bei der Kontrolle zeigen, dass trotz genügender Schmierung aller gleitenden Teile in irgend einem der Kontrollpunkte die angegebene Toleranz nicht eingehalten ist, so muss das Fahrzeug rasch möglichst in einer Saurer-Werkstatt instandgestellt werden. Nur eine einwandfreie Einstellung der Kabinenverriegelung gewährleistet die nötige Sicherheit.
  1. Lenkölbehälter mit Messstab
  2. Schalthebel
  3. Turbolader
  4. Lenkölpumpe
  5. Motorölfilterpatronen
  6. Kabinen-Sicherungsstütze

Kabine gekippt (rechte Seite)

  1. Motoröleinfüllstutzen
  2. Kühlkreislauf-Entlüftungsleitungen
  3. Thermostat
  4. Alternator
  5. Hauptbremszylinder (2. VA)
  6. Hauptbremszylinder (1. VA)
  7. Deckel zu Förderbeginneinstellung
  8. Aufliegekonus der Kippkabine (von Zeit zu Zeit einfetten)

Motorölkontrolle und Ölwechsel

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Ölstandkontrolle: täglich
Der Ölstand soll zwischen der MIN- und MAX-Marke liegen. Ölstand erst einige Minuten nach dem Abstellen des Motors und nur bei waagrecht stehendem Fahrzeug messen. Nicht mehr als bis zur MAX-Marke Öl nachfüllen.

Mengendifferenz zwischen MIN und MAX = 6 Liter

Die Füllmenge ist im Abschnitt Niveaukontrolle ersichtlich.
Motorölwechsel:
1. Ölwechsel bei 500-1000 km
2. Ölwechsel bei 5000 km

Ölwechselintervall: Nachverkehr alle 7500 km / Fernverkehr alle 10000 km

Ölablass:
Öl im warmem Zustand ablassen.

Achtung: Motor nie (auch kurzzeitig nie) ohne Öl in der Wanne laufen lassen! Kein Spülöl verwenden!

Ölfilterwechsel
Bei jedem Motorölwechsel die Wegwerfpatronen ersetzen. Dazu müssen vorgängig die beiden Schrauben (sie Bild) etwas gelöst werden, damit das «Serviceblech» weggenommen werden kann.
Benützen Sie zum Lösen der Filter die Bandzange Nr. 6 aus dem Wagenwerkzeug. Vor dem Einbau der neuen Filter die Dichtflächen reinigen und die Gummiabdichtungen leicht einölen. Dann die Filterpatronen mit beiden Händen fest anziehen. Nach dem Laufenlassen des Motors Dichtheut kontrollieren. Evtl. leicht nachziehen mit der Bandzange.

Kühlflüssigkeit

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Kontrolle täglich. (Die Überwachung erfolgt automatisch). Auffüllen bis zum Rand des Einfüllstutzens. Vorsicht beim Öffnen bei hohen Temperaturen, wegen Überdruck!

Kühlflüssigkeit
  1. 33% Frostschutz und 67% kalkarmes Wasser während dem ganzen Jahr (Konzentration öfters prüfen).
  2. Kalkarmes Wasser plus 1.5% Korrosionsschutzöl wenn keine Frostgefahr besteht.

Hinweis
Bei Temperaturen unter -20°C ist die Frostschutzkonzentration entsprechend zu erhöhen.

Ablasshahn

Die Kühlflüssigkeit kann beim Ablasshahn am Kühler abgelassen werden.
Bei Fahrzeugen mit Allison- oder WSK-Getriebe befindet sich der Ablasshahn beim Wämetauscher hinten am Getriebe. (siehe auch unter Sonderausrüstung)

Achtung
Reinigen Sie von Zeit zu Zeit die Kühlwaben durch ausblasen mit Druckluft von der Lüfterseite her.

Bei längerer Ausserbetriebsetzung oder bei einer allfälligen Reparatur am Motor kann die Kühlflüssigkeit vollständig entleert werden, indem man die Ablassschraube am Wärmetauscher wegschraubt (linke Bildhälfte) und den Leitungsanschluss am Luftkompressor (rechte Bildhälfte) ein bis zwei Umgänge löst.

Doppelthermostat

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Die Thermostaten regeln den Wasserfluss vom Motor zum Kühler in Abhängigkeit der Kühlwassertemperatur 79°C. Die Thermostaten müssen für den Betrieb des Fahrzeugs immer eingebaut bleiben.
  1. Ständig hohe Wassertemperatur: Die Thermostaten öffnen nur teilweise oder überhaupt nicht
  2. Ständig niedrige Wassertemperatur: Die Thermostaten schliessen ständig nicht ganz resp. bleiben stets offen, oder die Thermostatdichtung ist defekt.
Abhilfe: In beden Fällen defekte Thermostaten oder Thermostatdichtung ersetzen.
Hinweis: für Fahrzeuge mit Retarder (Strömungsbremse) oder Wandler-Schaltkupplung, ist der Kühlwasserkreislauf als Zweikreissystem ausgebildet. Die beiden Kreisläufe trennen sich nach der Wasserpumpe.
Kreis eins: Motorkühlung
Kreis zwei: Getriebeölkühlung über Wärmetauscher. Der genaue Beschrieb ist in der Betriebsanleitung der entsprechenden Sonderausrüstug enthalten.

Keilriemen

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Riemenspannung

Die Keilriemen treiben die Wasserpumpe und den Alternator an.

Keilriemenart: Flanken - offen, formverzahnt.
Aussenlänge: 1238 mm
Anzahl: 2 Stück

Kontrolle der Riemenspannung: Bei jedem Motorölwechsel.
Sie ist korrekt, wenn der Riemen ca. 8-10 mm durchgedrückt werden kann. Zum Nachspannen ist der Alternator in seiner Halterung zu lösen und zu schwenken, bis die richtige Spannung erreicht ist, und anschliessend wieder festziehen.

Ersetzen der Keilriemen

Bei jeder Kontrolle der Riemenspannung muss auch der Zustand der Keilriemen überprüft werden. Brüchige, verhäftete oder verölte Riemen sind unbedingt zu ersetzen. Es ist besser, einmal einen Riemen zu früh zu ersetzen, statt unterwegs bei eventuell schlechten Bedingungen einen Austausch vornehmen zu müssen. Bei Doppelkeilriemen immer beide Riemen gleichzeitig ersetzen. Führen Sie von jeder in ihrem Fahrzeug eingebauten Keilriemensorte einen Ersatz mit.

Wichtig: Neue Keilriemen dehnen sich anfangs ziehmlich stark. Deshalb ist es angezeigt, die Keilriemen während dieser Zeit vermehrt zu kontrollieren und falls nötig, nachzuspannen.

Ausbau: Für den Ausbau des Keilriemens wird der Alternator in seiner Halterung gelöst und geschwenkt. Damit der Riemen zwischen den Ventilatorflügeln und dem Lüfterring hindurchgenommen werden kann, muss dieser in seiner Halterung zuerst gelöst, und dann so weit nach oben gezogen werden, bis genügend Platz vorhanden ist. Beachten Sie aber, dass nur die mit einem Pfeil bezeichneten Schrauben (Schlüsselweite 17 mm) gelöst, resp. herausgenommen werden. Die kleineren Schrauben, welche mit Blech gesichert sind, sollen nicht gelöst werden.

Einbau: Nach dem Festschrauben des Lüfterrings kontrollieren, ob das Spiel Lüfterring/Flügel am ganzen Umfang ca. gleich gross ist.

Luftfilterservice

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Das Luftfilter ist ein Trockenfilter mit auswechselbarer Filterpatrone. Typ MANN-Pico.

LoGi Austauschpatrone: 45-650 65 124 C 24 650, Aussendurchmesser: 245 mm, Innendurchmesser: 132 mm, Gummi-Durchmesser: 175 mm, Länge ohne Gummi: 470 mm, Deckeldurchmesser: 310 mm.
Verwenden Sie nur Original Mann + Hummel Filterpatronen.

Kontrolle

Regelmässig (bei jedem Motorölwechsel)

Wartung des Filters



Nachdem die Sechskantmutter (1) mit einem Schraubenzieher gelöst wurde, wird die verschmutzte Patrone (2) herausgenommen und durch eine neue ersetzt oder zwischengereinigt. Das Filtergehäuse (3) wird mit einem sauberen, feuchten Lappen gereinigt. Prüfen Sie die Leitung zwischen Luftfilter und Motor auf Dichtheit.
Der Wartungsanzeiger zeigt an, wann die Filterpatrone gereinigt bzw. ersetzt werden muss. Bei fortschreitender Verschmutzung des Filters, wird während dem Laufen des Motors ein rotes Feld immer sichtbar. Die Wartung des Filters muss erfolgen, wenn das rote Feld auch bei stillstehendem Motor sichtbar bleibt. (Die Filterreinigung soll nicht erfolgen, bevor der Wartungsanzeiger die Verschmutzung wie beschrieben anzeigt).

Reinigung

Die Filterpatrone darf gereinigt werden.

Durch Ausklopfen:
Zur Grobenstaubung wird die Filterpatrone durch mässige Schläge mit dem Handballen ausgeklopft.
Durch Ausblasen:
Zur Feinentstaubung wird die Filterpatronenoberfläche mit trockener Pressluft von höchstens 5 bar Druck zuerst von innen und dann von aussen ausgeblasen.
Durch Auswaschen:
Vor dem Auswaschen sollte die Patrone, wie vorhin beschrieben, vorgereinigt werden. Dann Patrone mehrmals in handwarmem Wasser mit einem nichtschäumenden speziellen Spülmittelzusatz (MANN-Reinigungsmittel 053) hin- und herschwenken, in klarem wasser gut nachspülen, ausschleudern und trockenen lassen. Keinesfalls Benzin, Laugen oder heisse Flüssigkeiten verwenden. Beim Einbau muss die Patrone wieder trocken sein. Am besten trockene Patrone am Lager halten.
Patrone auf Beschädigung prüfen:
Die gereinigte Patrone vor dem Einbau durch Schräghalten gegen das Licht oder Durchleuchten mit einer Handlampe auf Risse, oder sonstige Beschädigungen prüfen.
Patronendichtung überprüfen:
Dichtung der Filterpatrone überprüfen. Wenn diese beschädigt ist, Patrone erneuern. Die Filterpatrone soll nach fünfmaliger Reinigung, oder nach einem jahr Betriebszeit oder nach 100`000 km ersetzt werden. Im Zweifelfalle immer ersetzen.

Zusammenbau

Neue bzw. gereinigte Mann-Filterpatrone in das Filtergehäuse einführen, bis deren Dichtung am Gehäuseboden aufliegt. Sechskantmutter (1) gut anziehen.

Achtung

Bei der Wagenwäsche soll der Lufteintritt (oben beim Hut) mit Plastikfolie wasserdicht verschlossen werden, damit kein Wasser in das Luftfiltergehäuse gelangt!


Brennstoffanlage

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Brennstofftank

Leeren Sie den Tank jährlich und spülen Sie ihn mit Dieselöl aus, damit das evtl. vorhandene Wasser aus dem Brennstoffsystem entfernt wird.
Lösen Sie dazu den Ablasszapfen 5, und lassen Sie das Dieselöl ablaufen. Lösen Sie dann den Zapfen 3 und ziehen Sie das Filter 1 heraus, welches sorgfältig gereinigt wird. Nach dem Spülen und der Reinigung des Filters Montage in umgekehrter Reihenfolge. Achten Sie auf einwandfreie Dichtungen 2 und 4.

Brennstoffförderpumpe

Erstmals bei 500-1000 km später alle 40`000 km Schauglas 4, Feder 3, Filter 2 und Dichtung 1 demontieren. Reinigen Sie Filter und Schauglas mit Benzin und Dieselöl. Bei der Montage auf einwandfreie Dichtung 1 achten.

Brennstoff-Feinfilter

Alle 40'000 km sind die beiden Wegwerffilter mit dem Bandschlüssel zu demontieren und durch neue zu ersetzen. Vor der Montage der neuen Filter die Gummidichtringe leicht einölen. Filter von Hand festziehen und nach dem Laufenlassen des Motors auf Dichtheit kontrollieren.
Achtung: nur Original Saurer Filterpatronen verwenden!

Entlüften der Brennstoffanlage



Wenn die Brennstoffanlage leergefahren, die Filter gewechselt, die Vorfilter gereinigt oder Brennstoffleitungen gelöst wurden, so muss die Anlage entlüftet werden. Dazu wie folgt vorgehen:
  1. Kontrolle ob genügend Brennstoff im Tank ist, dass alle Leitungen festgezogen und dicht sind. Das Vorfilter und die beiden Feinfilter müssen einwandfrei montiert sein.
  2. Die Entlüftungsschraube (E) am Feinfiltergehäuse mit Schlüssel oder Schraubenzieher ein bis zwei Umgänge lösen.
  3. Die Handförderpumpe FP durch drehen lösen und so lange pumpen, bis blasenfreier Brennstoff austritt. Die Entlüfterschraube E wieder festziehen.
  4. Im Normalfall ist das Entlüften der Einspritzpumpe unnötig. Sollte es aber bei einem schlechten Start doch nötig werden, so kann dies bei Überströmventil ÜV erfolgen. Dazu den Anschluss A der Rücklaufleitung etwas lösen. Danach das Überströmventil ÜV 1 bis 2 Umgänge lösen. Nun die Handförderpumpe FP solange betätigen, bis blasenfreier Brennstoff austritt. Dann das Überströmventil ÜV und den Anschluss A wieder festdrehen.
  5. Alle Teile von überlaufendem Brennstoff reinigen und die Anlage auf Dichtheit prüfen.

Förderbeginn der Einspritzpume

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Einstellmarke am Motor:
Die Markierung FB ist auf dem Schwingungsdämpfer vorne am Motor angebracht. Der Motor muss in Laufrichtung gedreht werden bis die Marke FB (D3KT-B 21° / D4KT-B 20°) vor OT zu stehen kommt (Förderbeginn).
Einstellmarke der Einspritzpumpe:
Die Einstellmarke wird sichtbar, wenn die beiden Schrauben und der Deckel demontiert werden. Die Einstellmarke markiert den Förderbeginn der Einspritzpumpe.
Die Einstellung ist korrekt, wenn die Marke am Motor und diejenige an der Einspritzpumpe gleichzeitig übereinstimmen.

Achtung:
Für die Kontrolle der Einstellung muss der Motor immer in Laufrichtung gedreht werden. Der Einpritzbeginn wurde im Werk genau eingestellt und soll nicht verstellt werden. Allfällige Einstellungen sollen in einer Sauerer-Werkstatt durchgeführt werden.

Einspritzdüsen

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Bei unregelmässigem Lauf des Motors oder mindestens jährlich müssen die Einspritzdüsen kontrolliert oder evtl. ersetzt werden.

Ausbau der Düsen:
Ventildeckel demontieren und Zapfen 1 wegschrauben, Enspritzleitung 4 bei der Einspritzpumpe lösen und ausbauen. Mit der Düsenabziehvorrichtung am Gewinde der Düse 3 angreifen und die Düse abziehen.

Kontrolle:
Der korrekte Abspritzdruck beträgt: D3KT-B und D4KT-B Motor: 220 + 8 bar

Einbau der Düsen:
Achten Sie auf saubere Sitze (2) (im Zylinderkopf und an der Düse). Düse von Hand einstecken, Düsenleitung montieren und den Zapfen mit 7mkp anziehen.
  1. Zapfen
  2. Düsensitz
  3. 4-Loch-Einspritzdüse
  4. Einspritzleitung
  5. Stabfilter
Düsentyp:
Bezeichnung der kompletten Bosch-Düse: 0 432 291 746
Düsenhalter: KBLA 84 S 39
Düse: DLLA 140 S786 (0 433 271 395)

Zylinderkopf anziehen

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Die Zylinderköpfe sind mit Drehschrauben befestigt. Diese sind erkennbar an der hellgrauen Farbe und an den 8 Kerben am Umfang des Schraubenkopfes.

A. Anziehen bei der Montage des Zylinderkopfes:
  1. Gewinde und Kopfauflage der Schraube leicht einölen.
  2. Anziehen der Schrauben gemäss Anzugsreihenfolge etappenweise zuerst auf 10 mkp, dann der Reihe nach auf 20 mkp, damit sich die Zylinderkopfdichtung setzen kann.
  3. Alle Schrauben wieder lösen.
  4. Anziehen Stufe 1: Alle Schrauben gemäss Anzugsreihenfolge mit 5 mkp anziehen
    Anziehen Stufe 2: Anziehen gemäss Anzugsreihenfolge um 45° Verdrehwinkel.
    Anziehen Stufe 3: Anziehen gemäss Anzugsreihenfolge um weitere 45°.



Um den Verdrehwinkel zu messen, wird entweder ein Winkelmessschlüssel verwendet, oder bei Schrauben mit 45° Markierung wird nach dem Anziehen auf 5 mkp mit der Reissnadel am Zylinderkopf eine Markierung M angebracht. Anschliessend in der 2. Stufe anziehen, bis Markierung 1 bei Strich M angelangt ist, und bei der 3. Stufe nachziehen, bis die nächste Markierung (2) beim Strich M angelangt ist.
B. Nachziehen der Zylinderkopfschrauben:
Im normalen Fahrbetrieb erübrigt sich ein Nachziehen der Zylinderkopfschrauben. Die Schrauben müssen jedoch nach erfolgtem Dichtungswechsel, nach ca.100 km Fahrt, nochmals nachgezogen werden.
Die Anzugswerte sind bei kaltem und warmem Motor gleich.
  1. Jede Schraube einzeln lösen und die Kopfauflage der Schrauben neu einölen.
  2. Anzugsstufe 1: Anziehen der Schrauben auf 5 mkp Drehmoment.
  3. Anzugsstufe 2: Anziehen der Schrauben um 90° Verdrehwinkel wie oben beschrieben.
Beachten Sie, dass bei der Verdrehwinkel-Anzugsmethode jede Schraube nach dem Anziehen z.B. mit Fiilzstift bezeichnet wird, da sonst keine Kontrollmöglichkeit besteht, wieviel die Schraube angezogen wurde. Im Zweifelsfall muss die Schraube nochmals gelöst und anschliessend wie beschrieben angezogen werden.

Nach dem Nachziehen des Zylinderkopfes müssen die Ventile neu eingestellt werden (siehe unten).

Ventilspiel einstellen

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Ventilspiel bei kaltem Motor, gemessen an der Stelle D
D3KT-B/D4KT-B: Einlass: 0.30 mm / Auslass: 0.50 mm

Einstellvorgang (Einspritzreihenfolge: 1-4-2-6-3-5)
  1. Kontermutter und Schraube C lösen, Ventiljoch 1 muss an der Stelle B auf Ventil aufliegen.
  2. Schraube A leicht anziehen, bis Joch 1 satt aufliegt
  3. Schraube C leicht anziehen, sodass Joch 1 beidseitig gut und gleichmässig auf den Ventilen aufliegt, und Kontermutter festziehen.
  4. Mit Schraube A das vorgeschriebene Ventilspiel an Selle D einstellen.

Drehen des Motors von Hand:

Dazu ein Rundeisen in die vorgesehenen Löcher auf dem Kurbelwellen-Poulie stecken und bei ausgeschaltetem Getriebe drehen.

Der Turbolader

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Der Turbolader ermöglicht eine beachtliche Steigerung der Motorleistung, indem er die Energie der Abgase für die Aufladung des Motors ausnützt.
Die Schmierung des Laders erfolgt vom Motorölkreislauf her. Störungen am Turbolader, die sich eventuell durch besonders starken Auspuffgeruch oder einen Leistungsrückgang am Motor bemerkbar machen, müssen in der Saurer-Werkstatt geprüft und behoben werden.

Achtung:
Der Turbolader ist ein sehr genau und präzis gefertigtes Aggregat das mit sehr hohen Drehzahlen arbeitet. Bedingungen für eine grosse Lebensdauer sind:
  1. Keine hohen Motordrehzahlen sofort nach dem Start
  2. Motor im heissem Zustand nicht brüsk abstellen, sondern kurze Zeit im Leerlauf weiterlaufen lassen (1 - 3 Minuten).
  3. Nicht hochdrehen vor dem Abstellen
  4. Eine einwandfreie Wartung des Luftfilter
  5. Keine verbogenen oder zugeknickten Auspuffleitungen. (Der Lader verträgt keine hohen Auspuffgegendrücke).
  6. Periodische Kontrolle in einer Saurer-Werkstatt gemäss Wartungsplan
  7. Bei Motoren die längere Zeit (3-4 Wochen) nicht mehr gelaufen sind, dauert es beim Start relativ lange, bis der Turbolader mit Öl versorgt wird. Um Lagerschäden zu vermeiden, müssen solche Motoren beim ersten Start wie folgt angelassen werden:
    - Ohne Füllung, bzw. in Leerlaufstellung Anlasser betätigen bis Öldruck angezeigt wird (ca. 30 Sek.)
    - Anlassen mit Startfüllung und sobald Motor anläuft, Gaspedal sofort auf Leerlauf zurücknehmen. Mit Beschleunigung warten, bis der volle Öldruck vorhanden ist.

Kupplungsbetätigung und Kontrolle

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Die Kupplungsbetätigung:

(Ausführung für ZF 16 S 130 Synchrongetriebe)



Die Kupplungsbetätigung erfolgt mittels Kupplungspedal, hydraulischem Geberzylinder, aussenliegendem hydraulischen Nehmerzylinder und pneumatischem Hilfszylinder sowie hydraulisch-pneumatischem Steuerventil. Im Vorratsbehälter muss immer genügend Bremsflüssigkeit vorhanden sein. Verwenden Sie Ate- Aseol- oder Lockheed-Bremsflüssigkeit. Der Behälter (1) ist flexibel gelagert und kann zum Auffüllen nach vorne gekippt werden. Füllen Sie nur bis 2 cm unter den Rand des Behälters.

Entlüften der Kupplungsbetätigung:

Der Kupplungsgeberzylinder ist mit einem Bodenventil ausgerüstet, sodass der hydraulische Teil der Betätigung, durch Pumpen mit dem Kupplungspedal und gleichzeitigem Öffnen der Entlüftungsschrauben 3 und 4 entlüftet werden kann.

Vergessen Sie nicht, nach dem Entlüften den Behälter wieder mit Bremsflüssigkeit zu füllen.

Kontrolle der Kupplungseinstellung:

Die gleitende Ausrückvorrichtung mit Ausrücklager ist durch Kronenmuttern im eingebauten Zustand der Kupplung verstellbar. Die Einstellmöglichkeit erlaubt den Plattenverschleiss nachzustellen und erhält das Pedalspiel.
  1. Spielkontrolle:
    Das Spiel ist erstmals bei 5000 km später alle 20´000 km zu kontrollieren.


    Vorgehen:
    Rückzugfeder am Luftzylinder aushängen Kolbenstange des Hydraulikzylinders 1 ganz in den Zylinder hineinstossen. Mitnehmerhebel 2 soweit in Pfeilrichtung drehen bis Ausrückgabel spielfrei am Ausrücklager anliegt. Dann mittels Blattlehre Spiel zwischen der Einstellschraube 3 und dem Hebel 4 kontrollieren. Bei neuer, resp. nachgestellter Kupplung beträgt das Spiel 2mm. Mit fortschreitender Abnützung verkleinert sich diese Distanz. Wenn das Spiel weniger als 0.5 mm beträgt, so ist die Kupplung wie folgt nachzustellen.

  2. Nachstellung:
    Blechdeckel unter dem Kupplungsgehäuse demontieren. Kupplungspedal ganz herunterdrücken und in dieser Stellung blockieren.


    Dann die Kontermutter D mit Dornschlüssel etwas lösen. Anschliessend Kupplungspedal wieder lösen und durch Drehen der Einstell-Kronenmutter E, die angegebene Distanz C = 16mm zwischen Ausrücklager und Getriebegehäuse (nur für ZF Getriebe gültig) einstellen.

    Achtung:
    Die Einstell-Kronenmutter E darf nicht gedreht werden, wenn das Kupplungspedal gedrückt ist.

    Anschliessend die Kupplung einige Male betätigen. Danach die Distanz C (16mm) und, bei ausgerückter Kupplung, die Kontermutter D auf festen Sitz kontrollieren.
    Bevor die Rückzugfeder beim Luftzylinder wieder eingehängt wird, ist das Spiel (2mm) zwischen der Einstellschraube und dem Hebel zum Hydraulikzylinder zu kontrollieren. Dieses ist normalerweise nach dem Einstellen der Distanz C wieder in Ordnung und verändert sich kaum.


ZF Schaltgetriebe 16 S 130

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Ölstandskontrolle: bei jedem Motorölwechsel

Die Kontrolle des Ölstands soll nur bei waagrechtstehendem Fahrzeug erfolgen, und zwar nicht unmittelbar nach einer Fahrt, sondern wenn das Getriebeöl etwas beruhigt und abgekühlt ist. Dadurch werden Fehlmessungen vermieden.


1 Einfüll- und Überlauföffnung
Der Ölstand muss bis zum Überlauf an der Einfüllöffnung 1 heranreichen.

Achtung:
Achten Sie sehr auf den richtigen Ölstand. Ein zu knapper Ölstand wirkt sich besonders bei Gebirgsfahrten gefährlich aus. Auch zuviel Öl ist schädlich und führt zu grosse Pantscharbeit zur Überhitzung des Getriebes.

Ölwechsel:
erstmals bei 5000 km, später im Nahverkehr alle 20´000 km, im Fernverkehr alle 40´000 km oder mindestens einmal jährlich.

Ölsorte:
SAE 80 (MIL-L 2105 resp. API Klasse GL 4)

Ölinhalt:
Beim Ölwechsel ca 16 L (Approx. Angabe. Massgebend ist in jedem Fall die richtige Durchführung der Öleinfüllung und Ölstandskontrolle.)

Ölablass:

1 Ablasszapfen (Splitgruppe und Viergangteil)
Vor dem Ablassen des Öles sollte das Fahrzeug in Betrieb gesetzt werden, damit das Öl etwa vorhandenes Kondenswasser aufnehmen kann.
Hinweis:
Am Ablasszapfen des Viergangteils ist vor dem Wiedereinschrauben der Magnet von etwa anhaftendem Abrieb zu reinigen.
Danach Öl auffüllen und Ölstandkontrolle wie oben beschrieben durchführen.

Entlüften des Getriebes:

1 Entlüfter
Kontrolle des Entlüfters erstmals bei 5000 km, später alle 40´000 km.

Beim Fahren erwärmt sich das Öl im Getriebe, dabei bildet sich ein Überdruck, der aber laufend über den Entlüfter abgebaut wird. Durch ständiges Sauberhalten ist dafür zu sorgen, dass der Entlüfter in seiner Funktion nicht gestört wird.
Hinweis:
Ölkontrolle und Ölwechsel für die anderen Getriebeausführungen (Fuller RTO 12513, 4S-150 GP mit WSK 400 oder Allison Getriebe), siehe unter Sonderausrüstungen, jeweils im entsprechenden Abschnitt.

Hinterachsen

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Erste Hinterachse:

Ölkontrolle bei jedem Ölwechsel. Füllen Sie nach dem Ölwechsel (Ablasszapfen 2) ca. 1 L neues Öl beim Einfüllzapfen 3 ein, und ergänzen Sie dann beim Kontrollzapfen 1 bis zum Überlauf.
Einfüllzapfen 3 beim Längsdifferential der 1. Hinterachse

Zweite Hinterachse

Ölkontrolle bei jedem Motorölwechsel.
1 Kontrollzapfen
2 Ablasszapfen

Ölwechsel im warmen Zustand vornehmen.

Hinterachsplaneten und Vorderradnabe

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Hinterachsplaneten:

Ölkontrolle bei jedem Motorölwechsel (dazu den Ablasszapfen genau senkrecht stellen). Verwenden Sie dazu ein geeignetes Gefäss, damit die Reifen nicht mit Öl verschmiert werden.

Ölwechsel im warmen Zustand vornehmen.

Vorderradnabe:

Radnaben reinigen, neues Fett einfüllen und die Lagervorspannung neu einstellen jeweils bei einer Bremsrevision oder alle 80 000 km. (In einer Saurer-Werkstatt durchführen lassen).

Lenkhydraulik

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Die hydraulische Lenkung



Ölkontrolle im Vorratsbehälter: Alle 5000 km muss der Ölstand bei laufendem Motor und kaltem Öl kontrolliert werden. Er muss dabei die Marke MAX am Ölmessstab erreichen. (Bei stehendem Motor ca. 1 bis 2 cm über der Marke MAX.)

Ölwechsel und Filterwechsel:
(Setzt die nötige Fachkenntnisse voraus)

  1. Intervall: Jeweils bei den Lenkungskontrollen, alle 100´000 km
  2. Filterwechsel: Öl ablassen (siehe unter Ölwechsel). Dann den Deckel 2 durch Wegschrauben der Mutter 1 wegnehmen, und die zwei Schrauben 4 wegschrauben. Halteplatte 5, Feder 6 und Filterelement 7 aus dem Vorratsbehälter 8 entfernen. Den Behälter 8 mit sauberem Lappen reinigen.

    Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge, vorgängig Filterelement 7 und Dichtung 3 ersetzen. Für das Ölauffüllen und Entlüften soll der Deckel 2 noch nicht montiert werden. 9 = Überdruckventil im Rücklauf (2 Stück)


Ölwechsel:
(siehe auch Schema hydraulische Lenkanlage)

  1. Lenkachsen aufbocken. Ablasszapfen A am Lenkgehäuse lösen und Öl ablaufen lassen.
    A Ablasszapfen
    E Entlüfterschraube
  2. Entlüftungsschrauben auf dem Hilfszylinder wegschrauben.
  3. Lenkung einmal ganz nach rechts und einmal ganz nach links drehen und dabei das aus dem Hilfszylinder austretende Öl auffangen.
  4. Lenkung ganz nach rechts drehen.
  5. Beide Hinterachsen aufbocken. Motor bei eingelegtem Gang kurz (max. 10 Sek.) laufen lassen, bis das Öl aus Behälter und den beiden Pumpen abgesaugt ist.
  6. Motor abstellen und Lenkung von Anschlag zu Anschlag drehen bis alles Öl abgelaufen ist.
  7. Ablasszapfen A wieder montieren
  8. Neue Filterpatronen einsetzen
  9. Vorratsbehälter mit neuem Motorenöl SAE 10W30 bis zum oberen Rand auffüllen. Dabei besonders sauber arbeiten, damit keine Unreinigkeiten ins Lenksystem gelangen!
  10. Motor im Leerlauf ohne Gang laufen lassen und dabei aufpassen, dass das Öl im Behälter nie mehr als bis zur Hälfte absinkt. Es ist vorteilhaft, wenn zu diesem Zweck eine zweite Person mit genügend Öl bereit steht.
  11. Bei laufendem Motor die Lenkung zügig von Anschlag zu Anschlag drehen, damit die Luft im Lenksystem durch den Vorratsbehälter entweicht. Um die Luft auch im unteren Zylinderraum zu entfernen, ist es notwendig, die Entlüfterschraube E am Lenkgehäuse zu lösen und wieder zu schliessen, wenn nur noch blasenfreies Öl austritt.
  12. Bei laufendem Motor die Lenkung nach links und rechts einschlagen, und dazu die entsprechende Entlüfterschraube am Hilfszylinder öffnen und wieder schliessen, wenn das Öl blasenfrei austritt.
  13. Motor mit eingelegtem Gang laufen lassen, sodass sich der Notlaufpumpenkreis über den Vorratsbehälter entlüften kann.
  14. Motor abstellen, Vorratsbehälterdeckel montieren. Ölstand ergänzen, bis die Marke MAX bei laufendem Motor erreicht ist.
  15. Lenkungsinspektion gemäss ZF-Vorschrift durchführen, überlaufendes Öl sauber wegwischen, Dichtheitskontrolle durchführen und Fahrzeug abbocken.
  16. Kontrollfahrt durch den Fachmann durchführen.
Achtung:
Lassen Sie die Lenkungskontrollen, den Öl- und Ölfilterwechsel im angegebenen Intervall durchführen. Sollten sich im Fahrbetrieb irgendwelche Mängel (auch evtl. unscheinbare) zeigen, so müssen Sie raschmöglichst die nächste Saurer-Werkstätte informieren!

Wartung der Bremsanlage

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Die Bremsanlage ist eine für die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs ausserordentlich Wichtige Einrichtung. Widmen Sie ihr deshalb besondere Aufmerksamkeit. Vor jeder Inbetriebnahme des Fahrzeugs, insbesondere nach längeren Stillstandzeiten, ist die Dichtheit der Bremsanlage zu kontrollieren.

Frostschutz für Druckluftanlage:
Markenfrostschutz auf Glykolbasis (Motorenfrostschutz) oder Aetylalkohol (Brennspiritus) oder ein Gemisch aus 1 Teil Motorenfrostschutz und 3 Teilen Brennspiritus. Auffüllen bis 2 cm unter den Rand des Behälters.
Betätigung: Lösen durch Drehen im Gegenurzeigersinn. Herausziehen und Pumpen. Im Winter (namentlich bei Temperaturen um Null Grad) täglich einige Stösse einspritzen.

Bremsflüssigkeit:
Kontrolle bei jedem Motorölwechsel. Bremsflüssigkeit jährlich wechseln.
Auffüllen von Ate-, Aseol- oder Lockheed-Bremsflüssigkeit bis 3 cm unter den Rand der Behälter. Der Bremsflüssigkeitsstand in jedem Vorratsbehälter wird zusätzlich mittels eines Schwimmers und einer Kontrolllampe überwacht. Im weiteren sind auch 2 Weggeberschalter angebracht, welche dieselbe Kontrolllampe aufleuchten lassen, wenn der Zylinderhub zu gross wird. (siehe dazu unter Warnvorrichtungen)
Hochdruck-Luftkompressor:
Der Hochdruck-Luftkompressor ist am Motor angebaut und durch diesen angetrieben. Zudem ist er am Kühl- und Schmiermittelkreislauf des Motors angeschlossen.

Wartung:
alle 40´000 km muss das Auslassventil ausgebaut und gereinigt werden. Der O-Ring 3 ist dabei jedesmal zu ersetzen.

Vorgehen:
Verschlussschraube 1 (SW 27) lösen und Druckfeder 4 mit Ventileinsatz 2 und O-Ring 3 ausbauen. Montage in umgekehrter Reihenfolge.
Druckluftreiniger (Wasserabscheider)
Der Druckluftreiniger 1 ist zwischen dem Luftkompressor und dem Hochdruckregler angebracht, und mit einer Entwässerungsautomatik ausgerüstet.

Wartung:
alle 40´000 km oder mindestens alle 2 Jahre ist der Druckluftreiniger auszubauen, zu zerlegen und vollständig zu reinigen.
Bosch Hochdruckregler
Dieser Regler regelt den Druck für den Vorbehälter auf 17.5 bar.
  1. Vom Hochdruckkompressor
  2. Zum Hochdruckvorbehälter
  3. Reifenfüllanschluss
    Zum Reifenfüllen Schutzklappe 3 abschrauben und Füllschlauch anschrauben. Somit ist der Füllschlauch direkt mit dem Kompressor verbunden, und der Regler wird überbrückt.
    Anschliessend Motor mit erhöhter Leerlaufzahl laufenlassen und reifen füllen. (Regler darf nicht abblasen für das Reifenfüllen.)

    Achtung: Im Hochdruckregler ist kein Überdruckventil eingebaut das den Fülldruck absichert, das heisst, wenn über den Regler die Reifen aufgepumpt werden, muss der Reifendruck laufend kontrolliert werden.

    Wartung
    Filterunterteil 6 durch Lösen der Schrauben alle 40´000 km wegnehmen. Die beiden Filter 4 und 5 sowie Schalldämpfer 7 mit Benzin reinigen und gut trocknen lassen. Dann alles sorgfältig in der umgekehrten Reihenfolge wieder zusammenbauen.
Anschluss für Fremdspeisung
Ein spezieller Druckluftanschluss befindet sich unmittelbar beim Druckluftregler. Er ist ein praktischer Helfer, wenn aus irgend einem Grund die Druckluftanlage ohne Hilfe des Motors aufgefüllt werden soll.

Anschlüsse für Druckprüfung
Im Hinterachsen- und Vorderachsenkreis, ist je ein Prüfanschluss angebracht, welche eine rasche Druckprüfung zulassen.
Entwässerung der Druckluftbehälter
Alle Behälter wöchentlich (im Winter täglich) entwässern
Druckluft-Leitungsfilter
Im Drckluftsystem sind insgesamt 3 Leitungsfilter eingebaut (wenn das Fahrzeig mit Anhängerbremsleitungen ausgerüstet ist).

Wartung der Filter
Reinigung erstmals bei 5000 km, später alle 40´000 km vornehmen. Dazu wie folgt vorgehen:
Druckluft aus der Anlage ablassen. Abschlussdeckel 6 mit dem Daumen hineindrücken und den Halteschieber 7 herausziehen. Filter 3 , Feder 4 und O-Ring 5 ausbauen, alles im Benzin waschen und gut trocknen lassen. Montage in umgekehrter Reihenfolge. Die Filter sind so konstruiert und montiert, dass sie bei einer allfälligen Verstopfung trotzdem funktionieren.

Achtung: Die Druckluft gelangt aber in diesem Zustand in ungereinigtem Zustand zu den Druckluftaggregaten. Eine regelmässige Reinigung der Filter ist die beste Gewähr für ein einwandfreies Funktionieren der Druckluftaggregate.
Automatischer, lastabhängiger Bremskraftregler (an den Hinterachsen)
Keine besondere Wartung. Prüfen Sie von Zeit zu Zeit die Bremswirkung, und kontrollieren Sie, ob sich das Betätigungsgestänge noch leicht bewegen lässt, und nicht verbogen oder defekt ist.
Einstellungen nur in einer Saurer-Werkstatt vornehmen lassen.
Anhänger Steuerventil (bei Ausrüstung mit Anhängerbremse)
Keine besondere Wartung. Prüfen Sie vor jeder Fahrt die Wirkung der Anhängerbremse, sowohl Fuss- wie Handbremse.
Schläuche, Leitungen und Verbindungen
Kontrollieren Sie oft, ob nicht Schläuche und Leitungen beschädigt oder undicht sind. Die Bremsschläuche dürfen nicht mit angriffigen Mitteln wie Öl, Fett, Benzin etc. in Berührung kommen.

Beheben Sie einen allfälligen Druckverlust so rasch wie möglich.
Druckluftschalldämpfer
Im Fahrzeug sind 4 Schalldämpfer angebracht, welche im Druckluftschema mit der Nummer 31 gekennzeichnet sind.

Wartung
Alle 40´000 km ist der Filter 1 auszubauen und mit Benzin zu reinigen (wenn nötig zu ersetzen).
Dann Filter gut trocknen lassen und in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammenbauen.
Schlusstraverse (je nach Wunsch) Bildbeispiel Kipper
  1. Anhänger Steckdose 7-polig
  2. Vorgesehen für Kippanhängeranschluss
  3. Vorgesehen für Steckdose 5-polig
  4. Anhänger-Speiseleitung (rot)
  5. Anhängerlasche oder automatische Kupplung bis zu 100 t je nach Wunsch
  6. Anhänger-Steuerleitung (gelb)
Bremsnachstellung
Die Bremsnachstellung der Fuss- und Handbremse erfolgt automatisch.
In den Vorderradbremsen sind automatisch nachstellende Bremszylinder eingebaut. In den Hinterradbremsen sind automatisch nachstellende Bremshebel (Gestängesteller) eingebaut (siehe Bild). Da Fuss- und Handbremse über die gleichen Gestängesteller wirken, werden beide Bremsen gleichzeitig nachgestellt.

Wichtig: Unterlassen Sie das Drehen am Sechskant des Gestängestellers, denn dieser dient nur zur Grundeinstellung.


Bremsbelagkontrolle

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Vorderradbremsen
Die beiden Gummiklappen mit dem Schraubenzieher entfernen und die Belagstärke kontrollieren.

Es muss mindestens 5 mm Belag vorhanden sein.

Achtung: Es ist unbedingt erforderlich, die vorhandene Bremsbelagsdicke zu kontrollieren.
Hinterradbremsen
Zur Kontrolle der Belagsstärke müssen die Abdeckbleche gelöst und dann weggeschwenkt werden.

Es muss mindestens 5 mm Belag vorhanden sein.

Entlüpften der Vorderradbremse
Vorderachskreise sind hydraulisch betätigt und benötigen daher bei allfälligen Arbeiten am hydraulischen Teil oder nach dem Wechsel der Bremsflüssigkeit ein Entlüften. Zu diesem Zweck sind an den Vorderachshauptzylindern und pro Vorderrad je ein Entlüftungsnippel angebracht.

1 Entlüfter am Hauptbremszylinder
2 Entlüfter an den Vorderrädern


wenn kein spezieller Entlüftungsapparat zur Verfügung steht, kann das System auch auf die übliche Weise durch Betätigen des Bremspedals entlüftet werden. Bei hohem Vorratsdruck muss das Pedal vorsichtig betätigt werden. Benützen Sie einen Gummischlauch für das Abführen der Bremsflüssigkeit, denn es ist aggressiv gegen die Lackierung. Vergessen Sie nicht, nach dem Entlüften den Vorratsbehälter wieder mit Bremsflüssigkeit bis zirka 3 cm unter den Rand aufzufüllen.

Fahrzeug aufbocken

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Achtung
Vorgängig das Fahrzeug vor wegrollen sichern!

Vorderachsen
Im Normalfall die Hebepumpe am Achskörper unterhalb der Blattfeder ansetzen. Bei Plattfuss die Hebepumpe so nahe wie möglich an der Achse unter die Blattfeder ansetzen.
Angetriebene Achse
Setzen Sie die Hebepumpe am Support des Längslenkers an.
Angetriebene Achse
Die angetriebene Achsen dürfen mit dem Wagenheber nur bei zusätzlicher Verwendung einer Hilfsstütze angehoben werden.

Reserverad

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Anordnung seitlich am Rahmen.
Für das Demontieren des Rades werden zuerst die 3 Muttern 1 weggeschraubt, dann durch Drehen der Spindel 2 mittels der Seilwinde das Rad auf den Boden abgesenkt. Jetzt kann der Sternhalter aus der Felge ausgefahren werden.
Die Montage erfolgt in der umgekehrten Reihenfolge. Vergessen Sie nicht das Seilwindengetriebe beim Schmiernippel 3 regelmässig zu schmieren.

Reifen und Reifendruck

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Reifenwahl
Achten Sie darauf, dass am Fahrzeug nur gleichartige Reifen, das heisst nur Radial- oder Diagonalreifen montiert werden. Eine Paarung (z.B. Vorderachsen Radial, Hinterachsen Diagonal) ist nicht zulässig.
Die Fahrsicherheit des Fahrzeugs hängt im grossen Masse von der Bereifung ab. Wählen Sie daher Qualitätsprodukte, und lassen Sie sich vom Fachmann ausführlich beraten.

Die Saurer-Fahrzeuge können mit verschiedenen Reifen-Felgen ausgerüstet werden:
  • Triplex-Felge dreiteilig
  • Triplex-Felge N einteilig (mit schlauchlosen Reifen)
  • Unilex N/T Felge, längsgeteilte Schrägschulter-Ringfelge (N-Felge Reifen ohne Schlauch, T-Felge schlauchlose Reifen).
  • Tublex E Breitreifen (Super Single) auf den angetriebenen Hinterachsrädern (13 x 22.5 oder 14 x 22.5), schlauchlos.


Wartung der Reifen und Reifendruck
Kontrollieren Sie jede Woche:
  • Reifendruck im kalten Zustand
  • Profilhöhe, unregelmässige Abnützung (bedingt Kontrolle der Lenkgeometrie und des Reifendrucks)
  • Lauffflächen und Seitenwände auf Verletzungen
  • eingeklemmte Fremdkörper im Profil oder zwischen den Zwillingsreifen
Im weiteren sollten Sie die Räder von Zeit zu Zeit auf Rundlauf und Unwucht kontrollieren lassen.

Reifendruck
Bei den angegebenen Reifendrücken handelt es sich um Richtwerte. Spezifische Angaben müssen beim Reifenhersteller eingeholt werden. Die mehrachsigen Fahrzeuge haben die Eigenschaft, dass trotz orrekt eingestellter Lenkgeometrie die Reifen der verschiedenen Räder sich nicht gleichzeitig auf die gleiche Profilhöhe abnützen. Die Praxis zeigt, dass die Abnützungserscheinungen, abgesehen von der Fahrweise, auch von den verschiedenen Radständen und natürlich vom Fahreinsatz sehr stark abhängig und daher verschieden sind.
Um diesen Umstand zu verbessern, wurden die Reifendrücke gemäss folgender Tabelle, an die einzelnen Achsen angepasst. Durch frühzeitiges, kreuzweises Austauschen der Räder wird der Verschleiss der Reifengarnitur auch ausgeglichen. Dabei muss der Reifendruck natürlich wieder entsprechend korrigiert werden.
Reifendruck in bar (kg/cm2) (Richtwerte)

Reifendruck gemäss nebenstehender Tabelle, jedoch den verschiedenen Achsen engepasst mit + oder - .. bar.
-0.5 +0.5 -0.5 +0.5 -0.5 +0.5


Vorderachsen
Hinterachsen
Hinterachsen mit Breitreifen
Reifendimension   14 Ply 16 Ply 18 Ply
10.00 x 20 Diagonal 6.75 7.75  
11.00 x 20 mit 7.00 7.75  
12.00 x 20 Schlauch   7.00 8.25
11 R 22.5 Radial 7.25 8.0  
12 R 22.5 ohne   7.50 8.50
13 R 22.5 Schlauch     8.50
Breitreifen (Super Single) nur für Tankfahrzeuge
16.5 x 22.5; 20 Ply 7.25 bar
18.0 x 22.5; 16 Ply 6.75 bar, 20 Ply 7.0 bar



Reifenwechsel Trilex Felgen

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Reifenwechsel

Radmuttern lösen, Rad aufbocken und Muttern mit Klemmschuhen entfernen und Rad abnehmen. Reifen flach auf den Boden legen und Luft entweichen lassen.

Zum Öffnen der Felge den geraden Felgenhebel mit dem gebogenen Hebel verlängern. Dann den Hebel in die Kerbe desjenigen Felgenteils einführen, welcher dem Ventil gegenüber liegt. Das Felgenteil gegen das Zentrum hin ausbrechen. Sodann lassen sich die beiden anderen Felgenteile leicht entfernen (siehe Bild).

Vor dem Wiedereinbau der Felge in den Reifen wird der Schlauch mit Talkumpulver eingerieben und das Felegenband eingelegt. Danach wird der Schlauch leicht aufgepumpt, und seine Lage im Reifen kontrolliert.

Der mit dem Ventilloch versehene Felgenteil wird zuerst eingelegt und zwar so wie das Bild zeigt.
Dann wird der dem Ventil am nächsten liegende Felgenteil eingelegt, und anschliessend der dritte Teil (siehe Bild). Es ist darauf zu achten, dass die drei Felgenteile korrekt ineinander greifen.
Das Schliessen der Felge erfolgt mit dem gebogenen Felgenhebel, welcher mit dem geraden Hebel verlängert wurde (Bild). Das Ventil muss sich im geschlossenen Zustand in der Mitte des Ausschnitts befinden.

Nachdem der Reifen auf den korrekten Druck aufgepumpt wurde, wird das Rad so auf den Radstern aufgeschoben, dass das Ventil und die beiden Anschläge zwischen zwei Speichen zu liegen kommt.

Bei der Montage der Vorderräder werden zuerst der oberste und unterste Klemmschuh montiert, (bei den Hinterrädern zuerst die zwei obersten Klemmschuhe), und soweit angezogen bis das Rad zentriert ist. Anschliessend werden die restlichen Klemmschuhe und Muttern montiert, und rundherum in mehreren Etappen festgezogen (siehe Bild).

Anzugsmoment: Vorder- und Hinterräder 27 - 30 mkp

Nach den ersten 50 km müssen die Räder nachgezogen werden.



Reifenwechsel Tublex-N-Felgen

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Montage des Reifens

Felge und Reifen mit Reifenmontagepaste gut einschmieren. Kurze Seite der Felge nach oben! Reifen von Hand über Felgenhorn so weit als möglich schieben.
Gerades Hebelende ansetzen und den Reifenwulst mit Nachhilfe von Druck auf Reifen über Felgenhorn stülpen.
Zweiter Felgenwulst einseitig ins Tiefbett drücken.
Bei wechselweiser Verwendung der beiden Hebel (gebogene Seite), fertig montieren. Reifen aufstellen und aufpumpen.

Demontage des Reifens

Kurze Seite der oben (gleich wie ei Montage). reifenwulst von Felgenhorn abdrücken und Felgenhorn mit Reifenpaste gut einschmieren.
Beide Hebel ca. 2 Handbreiten voneinander zwischen Felge und Reifen einschieben, Ventil zwischen den zwei Hebeln
Die den Hebel gegenüberliegende Seite des Reifens ins Tiefblatt drücken und unter gleichmässigem Zug an beiden Hebeln den ersten Reifenwulst über das Felgenhorn ziehen.
Hebel mit Spatenstich erneut an der Übergangsstelle vom bereits ausgehobenen Wulst einschieben und den restlichen Wulst übers Felgenhorn ziehen.
Reifen aufstellen, lange Tiefbettseite gegen sich. Der Reifenwulst muss im Tiefbett liegen. Gerades Ende des Montierhebels oben zwischen Reifenwulst und Felgenhorn schieben, bis der Anschlag des Montierhebels am Felgenhorn anschlägt.
Reifenwulst in der oberen Hälfte mit Reifenpaste schmieren und Reifen durch Wippen mit dem Montierhebel über Felge abziehen.



Reifenwechsel Tublex-E-Felgen (für Breitreifen)

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die Montage und Demontage dieser Reifenart geht im Prinzip gleich vor sich wie bei den Tublex-N-Felgen. Dazu braucht es jedoch einen zusätzlichen Montierhebel (Kurbelhebel).


Reifenwechsel Unilex-N-Felgen

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Montage des Reifens

Montagevorbereitung: Reifenwulst gut mit Reifenfett (z.B. Remopa von GF erhältlich) verwenden. es soll kein Seifenwasser zur Anwendung gelangen.
Felge in Reifen einführen.

Nötige Werkzeuge
  • 2 Montagehebel 6-598-00-032
  • Remopa 1 kg 6-591-44-001
  • Remopa 5 kg 6-591-44-002
  • Blei/Kupfer- oder Hauthammer
Grundfelge auf Unterlage (z.B. Holzkreuz) legen, damit Reifen nicht auf dem Boden aufliegt.
Hornring auflegen
Verschlussring auflegen und einseitig in Nute der Grundfelge ansetzen.
Verschlussringende mit Fuss in Nute festhalten und mit dem Hammer den Verschlussring in Nute schlagen.
Nachfassen
Achtung
Kontrollieren, ob Verschlussring (Pfeil 1) gut in Nute sitzt und Hornring (Pfeil 2) genau zentrisch im Reifen liegt.
Beim Aufpumpen des Reifens Verschlussteile gegen Wand richten! (falls sie herausspicken)

Demontage des Reifens

Demontage Vorbereitung: Luft vollständig ablassen evtl. Schlauchentleerungsventil verwenden.

Auf der Verschlussringseite Reifenwulst vollständig mit der Presse abdrücken. Verschlussring nach Notwendigkeit mit Hammerschlägen lösen.
Verschlussring mit beiden Hebeln aus der Nute der Grundfelge heben.
Mit dem Hakenende eines Hebels Verschlussring so weit anheben, bis mit dem Meisselende des zweiten Hebels unter die Lippe des Verschlussrings gefasst werden kann.
Mit der Meisselseite beider Hebel Verschlussring komplett herausschälen.



Elektrische Anlage

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Die elektrische Anlage ist ein wichtiger Bestandtei des Fahrzeugs. Um dauernd sicheres Funktionieren der Anlage zu gewährleisten, muss diese entsprechend behandelt bzw. gewartet werden. Behandeln Sie Geräte und Leitungen sorgfältig und halten Sie nach Möglichkeit Schmutz und Feuchtigkeit von der Anlage fern. Kontrollieren Sie regelmässig die Funktion aller elektrischen Geräte, vor allem der Beleuchtung. Wechseln Sie defekte Geräte, Glühlampen und Sicherungselemente sofort aus.

Batterien

Batterien nie kurzschliessen. Keine Metallgegenstände auf die Batterien legen. Zum Ableuchten der Batterien kein offenes Feuer, sondern nur eine elektrische Lampe verwenden.
Vorsicht: Batteriesäure ist stark ätzend.

Beim Ausbauen zuerst das Masse-, dann das Pluskabel abnehemen. Beim Einbauen zuerst das Plus-, dann das Massekabel anschliessen.

Kontrolle
Den Säurestand wöchentlich kontrollieren (vor allem während der warmen Jahreszeit). Er soll ca. 10 mm über den Plattenoberkanten stehen. Nur destilliertes Wasser nachfüllen, dazu keine Metalltrichter verwenden.

Achtung: Die Säuredichte regelmässig, im Winter wöchentlich mit dem Säureprüfer kontrollieren, weil ungenügend geladene Batterien einfrieren können.

Säuredichte normal Klima
  kg/dm3 °Be
voll geladen 1.285 32°
halb geladen 1.20 24°
entladen 1.12 16°


Pflege
Batterien immer sauber und trocken halten. Die Luftlöcher in den Verschlusstopfen müssen immer offen sein. Beim Reinigen müssen die Verschlusstopfen eingeschraubt sein, dazu kein Benzin, Petrol oder ähnliches verwenden. Anschlussklemmen, besonders deren Unterseite, sowie die Pole von Zeit zu Zeit gründlich reinigen und mit Polschutzfett einstreichen.

Achtung
Unbenützte Batterien entladen sich pro Tag ca. 1%. Laden Sie deshalb die Batterien etwa alle 4 Wochen nach oder übergeben Sie diese einem Fachmann zur Betreuung.

Die Drehstromlichtmaschine (Alternator)

1 Alternator-Regler (angeschraubt am Alternator)
  1. Der Alternator muss während des Betriebes immer mit den Batterien verbunden sein. Solange der Motor läuft, darf daher weder ein Kabel am Alternator noch eine Polklemme der Batterien, noch ein Stecker des Reglers gelöst, abgenommen oder vertauscht werden.
  2. Anschleppen des Fahrzeugs nur mit angeschlossenen Batterien. Muss der Motor aus irgendeinem Grund ohne eingebaute Fahrzeug-Batterien gestartet werden (durch Fremdbatterien), ist der Alternator K 1 35 Ampere mit integriertem Regler kurzzuschliessen. (D+ und D- verbinden).
    Achtung: Bei Fahrzeugen mit dem Alternator K 1 35 Ampere und getrenntem Regler sind die Leitungen zwischen Alternator und Regler für das Fremdstarten zu trennen.
  3. Batterien niemals verkehrt anschliessen (Verwechslung der Polarität)
  4. Batterien nur dann mit dem Schnellladegerät laden, wenn diese vom Wagennetz getrennt sind. (Minus und Plusklemmen müssen abgenommen sein.)
  5. Bei elektischen Schweissarbeiten, Masszange so nahe wie möglich bei der Schweissstelle anbringen.

Batterie-Trennschalter


Auf Wunsch wird ein Trennschalter angebracht. Er unterbricht die Stromzufuhr von den Batterien zum Verbrauchernetz. (Nie bei laufendem Motor ausschalten)

Ausrüstung für Tankffahrzeuge siehe unter Sonderausrüstung

Die Sicherungen

Die Sicherungen werden erreicht, nachdem der Mittelteil des Armaturenbettes duch Lösen der Druckverschlüsse gelöst und heruntergeklappt wurde.

Die Sicherungen sind auf einer Tabelle, wie der folgenden von LoGi, angeschrieben.

 1 Abblendlicht links
 2 Abblendlicht rechts
 3 Fernlicht links
 4 Fernlicht rechts und Kontrolllampe
 5 Park- und Schlusslicht links
 6 Park- und Schlusslicht rechts
 7 Armaturenbeleuchtung und Positionslampen
 8 Nebellampen
 9 Tachograph
10 Cigarro, Kabinenbeleuchtung, Handschuhfachbeleuchtung
11 Pannenwarnlicht
12 Horn, Chassisschmierung
13 Sandstreuer, Radio
14 Krontollinstrument
15 Blinker
16 Stoplicht
17 Heizung, Verdeckbeleuchtung, Motorraumlampe
18 Rückfahrlampe
19 Kontrolllampe, Öl, Wasser, Summer Wasser, Federspeicherbremse
20 Scheibenwischer und Wascher
21 Aussenantrieb Kipperbetätigung, Anhängerbremse
22 Getriebe
23 Laderegler für Solarbatterien
24 Einspritzpumpe Überfüllung


Die genaue Bezeichnung ist auch im Kapitel Technische Daten, unter Elektrische Anlage, angegeben.



Scheinwerfer

  1. Glühlampe wechseln
    Haltebügel wegklappen und Abschlussdeckel entfernen. Den Bajonettverschluss lösen, und die Glühlampe aus dem Stecker herausziehen. Den Glaskolben der Glühlampe nie mit den Fingern berühren. Achten Sie beim Wiedereinbau darauf, dass die Glühlampe in die richtige Position kommt, indem sie leicht gedreht wird, bis der Arretiernocken einrastet.
  2. Scheinwerfereinstellung
    Lassen Sie die Scheinwerfer vom Fachmann mit dem Scheinwerfer-Einstellgerät von Zeit zu Zeit kontrollieren und nötigenfalls einstellen. Die Einstellung kann direkt mit den zwei Schrauben von aussen erfolgen.
  1. Scheinwerfer Wisch / Waschanlage
    Auf Wunsch kann das Fahrzeug mit Wischerblättern und Waschdüsen an den Scheinwerfern ausgerüstet werden.

Bild: Verkabelung der 7-poligen Anhängersteckdose (auf Wunsch)



Allgemeines zur elektrischen Anlage

Kontrollieren Sie regelmässig die Funktio aller elektrischen Aggregate. Namentlich die Beleuchtung. Wechseln Sie defekte Glühlampen oder Sicherungen immer sofort aus. Versuchen Sie nie, eine Sicherung zu reparieren.

Ein Verzeichnis der Glühlampen und Sicherungen finden Sie im Kapitel Technische Daten unter Elektrische Anlage.


Sommerbetrieb

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Kontrollieren Sie ihr Fahrzeug nach den strengen Winterstrapazen und bereiten Sie es auf einen störungsfreien Sommerbetrieb vor. Beachten Sie dabei folgende Punkte besonders:

Motor
Ölwechsel auf SAE 30 (wenn evtl. SAE 20W/20 verwendet wurde). Dieselöltank entleeren und mit Dieselöl ausspülen. Ansaugfilter im Tank und Vorfilter (Schauglas) reinigen. Motor auf Dichtheit prüfen.

Kühlung
Frostschutzgemisch ablassen und Kühlsystem mit reinem Wasser (keine Soda- oder Waschmittelzusätze) gründlich spühlen. Füllen Sie möglichst kalkarmes Wasser auf und mischen Sie dann 1.5 % Korrosionsschutzöl (Bohröl) dazu. Sie können aber auch das Frostschutzgemische im Sommerbetrieb weiter verwenden, müssen es aber spätestens alle 2 Jahre wechseln und dürfen in diesem Fall kein Korrosionsschutzmittel beigeben. Die vorgeschriebene Konzentration (ca. 33% Frostschutz und 67% Wasser) muss auch im Sommer eingehalten werden, da sonst nicht genug Korrosionsschutz im System wäre. Reingen Sie die Kühlwaben von der Lüfterseite her mit Druckluft. Kontrollieren Sie die richtige Funktion der Thermostaten. Kontrollieren Sie das ganze Kühlsystem auf Dichtheit.

Chassis und Kabine
Gründliche reinigung, und allfällige Rostschäden ausbessern. Schmierservice durchführen und zusätzlich alle Gelenkstellen an Gestängen usw. ölen oder fetten. Entlasten Sie die Federn und streichen Sie mit einem Pinsel ein dickflüssiges Öl zwischen die Federblätter.

Elektrische Anlage
Kontrolle aller elektrischen Apparate auf Funktion. Glühlampensockel und Kabelanschlüsse von allfälligem Korrosion reinigen. Batteriezustand kontrollieren und Säurestand prüfen. Batterieanschlüsse reinigen und neu einfetten. Riemenspannung kontrollieren.

Allgemeines
Prüfen Sie die Verkehrstüchtigkeit, namentlich der Bremsen, Lenkung und Bereifung. Montieren Sie Sommerbereifung. Kontrollieren Sie den Reifendruck (einschliesslich Reserverad). Machen Sie eine Probefahrt und prüfen Sie den Lauf des Motors sowie den Auspuffrauch.

Winterbetrieb

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Bereiten Sie im Herbst Ihr Fahrzeug auf den strengen Winterbetrieb vor. Beachten Sie dabei im wesentlichen folgende Punkte:

Motor:
Wechseln Sie bei andauernd strenger Kälte (unter -10°C) von SAE 30 auf SAE 20W/20 Motoröl gleicher Qualität. Entleeren Sie den Dieselölbehälter und spülen Sie ihn mit sauberem Deselöl aus. Reinigen Sie den Ansaugfilter im Tank und den Vorfilter (Schauglas). Verwenden Sie ein Winterdieselöl (siehe Betriebsstoffe).

Kühlung
Entleeren Sie das Kühlsystem und spülen Sie es grüdlich aus. Prüfen Sie alle Kühlwasserschläuche auf Risse, Sprödigkeit und Dichtheit. Füllen Sie ein Frostschutzmittel (ca. 33% Frostschutz und 67% Wasser) ein. Dabei darf kein Korrosionsmittel eingefüllt werden. Hinweis: Bei Temperaturen unter -20°C ist die Frostschutzkonzentration entsprechend zu erhöhen.

Chassis und Kabine
Reinigen Sie das Fahrzeug gründlich. Vermeiden Sie es aber, dass Wasser oder Wasserdampf in die empfindlichen Aggregate wie Bremszylinder, Kupplungsausrückzylinder, Luftdruckaggregate usw. eindringen kann. Fetten Sie alle blanken Teile ein und besprühen Sie das Chassis evtl. mit einem geeigneten Korrosionsschutzmittel. Streichen Sie alle Gummiteile mit Glyzerin oder sonst einem geeigneten Mittel ein.
Führen Sie den Schmierservice durch und geben Sie gleichzeitig allen Gelenken und Gestängen einige Tropfen Öl oder Fett. Entlasten Sie die Federblätter und streichen Sie mit einem Pinsel ein dickflüssiges Öl zwischen die Blätter.

Elektrische Anlage
Ladezustand und Säurezustand der Batterien kontrollieren. Batterieklemmen reinigen und mit säurebeständigem Fett neu einfetten. Kontrolle der Lichtmaschinenladung. Kontrolle der Riemenspannung. Kontrolle auf richtige Funktion aller elektrischen Aggregate, namentlich der Beleuchtung und Kontrolllampen.

Allgemeines
Frostschutzmittel in den Vorratsbehälter für die Druckluftanlage einfüllen. Kondenswasser öfters aus den Druckluftbehältern ablassen. Winterbereifung montieren. Pneudruck kontrollieren. Schneeketten anpassen. Funktionskontrolle der Lenkung, Bremsen und des Motorlaufs sowie Kontrolle des Auspuffrauchs.

Ausserbetriebssetzung
Wird das Fahrzeug für längere Zeit aus dem Betrieb genommen, so ist es empfehlenswert, den Motor vorgängig mit Brennstoff plus 8% Autol-Desolite laufen zu lassen. damit kann ein Festkleben der Pumpenkolben und Einspritznadeln durch verharztes Dieselöl vermieden werden.
Zur Konservierung der Zylinderlaufflächen wird der Motor mit dem Anlasser einige Sekunden ohne Füllung durchgedreht, damit sich überall ein Schutzfilm von Schmieröl bilden kann. Es ist angezeigt, das Schmieröl vorgängig zu erneuern.

Das Fahrzeug soll zur Entlastung der Räder aufgebockt und die Kühlflüssigkeit aus dem Kühler abgelassen werden.
Die Batterien sind vor Kälte zu schützen und ihr Ladezustand zu überwachen. Am besten werden sie einen Fachmann zur Betreuung übergeben.

Technische Pläne: Wartungspläne / Technische Daten / Zeichnungen und Schemen


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